Schattenarbeit

Lerne den Drachen reiten, anstatt ihn töten zu wollen!
"Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte."

- C.G. Jung

Schattenarbeit ist weder Anbetung oder Vergötterung des Bösen, noch verletzend und gewalttätig. Viel eher ist es die mutigere Form der Lichtarbeit! Man bringt sogar in die dunkelsten Stellen seiner Selbst bewusstmachendes Licht.

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Dinge, die du erwarten darfst:

  • Emotionen und andere „unmoralische“ Seiten des Menschen erlösen.
  • Innere Rollen als wohlwollende Begleiter erkennen und leben lernen.
  • Sich seiner Angst stellen und den Wert darin sehen.
  • Humor und Schabernack nutzen, um sich schwierigen Situationen im Leben stellen zu können.
  • Das Ego nicht vernichten, sondern nutzen lernen („Böses gebiert nur wieder Böses“)

Ich + Schatten

= SELBST

So lautet C.G. Jungs Formel für die Schattenarbeit. Mit dem „Selbst“ ist die Ganzheit des Menschen zum (Lebens-)Ziel gesetzt und als höchste Vision eines jeden Menschen gemeint. Somit eine mystisch-spirituelle Verbindung zu unserem Schöpfer(-prinzip).

Ganz im ursprünglichen Sinne von (lat.) religio = Rückverbindung

Schatten, Ich und das Selbst in der Schattenarbeit

Warum der Drache?

Der Drache ist ein archetypisches Ursymbol. Wir im Westen kennen ihn eher als schreckliches Wesen. Die östlichen Philosophien sehen ihn als Glücksbringer. Was ist er denn nun? Je nach eigener Prägung und Erziehung kann er beides sein. Der Drache als neutrale Form ist ein Ursymbol von Naturgewalten und damit auch von unseren unterbewussten Seiten des Menschseins. Emotionen, Instinkte, aber auch eine grosse Energiequelle!
Die Frage ist, wie wir diese Kraft in uns nutzen!

Den Drachen reiten lernen!

Schattenarbeit auf UPSPEAK

Inhalte auf UPSPEAK:

  • Hintergrund-Wissen über die Schattenarbeit.
  • Ein paar Übungen zum selber anwenden.
  • Was der “Schatten” ist.
  • Was du über deinen Schatten, deinen Drachen wissen solltest!
  • Warum es nichts bringt deinen Drachen zu bekämpfen.
  • Warum du deinen Drachen nicht töten kannst.
  • Warum dein Schatten dein bester Freund werden sollte.
  • Einige Gründe, warum hinter deinem Schatten dein grösster Schatz liegt

Ich zeige dir, wie du deine grössten Ängste und inneren verhassten eigenen Anteile wandeln kannst. Lass uns deine dunkelsten Erlebnisse transformieren in wertvolle Begleiter.

Hör dir dazu meine Podcasts auf UPSPEAK an:

Eine Geschichte des inneren Bösewichts

Die Schattenarbeit beginnt dort, wo man sich selbst nicht mehr versteht. Die Ausrutscher, die Versprecher, irrationale Entscheidungen, boshafte Kommentare. Die Liste von Schattenaspekten kann lang sein. Wie ich es auf Upspeak schon erkläre; alles, was unbewusst ist, ist tendenziell im Schatten.

Was aber auch nicht ohne Ausnahme und Notwendigkeit zur Differenzierung bleibt. Denn wenn ich gerade nicht an die Ferien letzten Jahres denke, ist das in diesem Moment ebenfalls gerade im Un(ter)bewussten.

Man sollte also auch da immer gut unterscheiden. Aber alles, was mir völlig unbekannt und unbewusst ist, weil Erfahrungen und Erkenntnisse dazu fehlen, liegt sehr wahrscheinlich im Schatten.

Was auch nicht unbedingt heissen muss, dass das tragisch ist, oder sogar zum Problem wird. Gewisse Dinge bleiben womöglich ein Leben lang im Schatten und werden nicht zu einem Problem und übermannen einen nicht. Jedoch ist der klassische Schatten, der Teil des Unbewussten, welcher eben zum Problem wird.

Man kann also davon ausgehen, dass wenn wir starke Reaktionen auf ein Thema zeigen und sich dadurch ein Schattenthema offenbart, dass dieser Schatten eine wichtige Bedeutung für uns hat. Schattenarbeit ist also immer Bewusstwerdung eines unbekannten eigenen Anteils.

Schattenarbeit ist Lernarbeit. Es ist oftmals eine recht “unangenehme” Konfrontation. Denn wir nehmen tendenziell nur gerne an, was uns genehm ist. Komplimente und Bauchpinselei. Ein schönes Zitat dazu:

"Alle erwarten von dir, dass du ehrlich bist. Aber wenn du dann mal ehrlich bist, bist du ein Arschloch."

- George Carlin

Das ist ein wunderbares Beispiel für ein vorliegendes Schattenthema und eine tolle Grundlage für Schattenarbeit. Der Drache hier hiesse dann höchstwahrscheinlich: Selbstverleugnung oder Arroganz. Wasser predigen und Wein trinken.

Das ist ein Drache, der sehr viel Feuer spucken kann und das auch gerne demonstriert, wie toll er sein Feuer spucken und seine Flügel schlagen kann.

Aber das Geheimnis der Zähmung dieses Drachen ist, dass er sein eigenes Feuer nicht erträgt. Wenn nur ein kleiner Funken davon auf seine eigenen Schuppen fällt, fängt er sofort am ganzen Körper Feuer.

Anstatt diese Schwäche nun auszunutzen und den Drachen damit zu töten, ginge echte Schattenarbeit höchstens soweit, dass man ihn Feuer fangen lässt und dann aber hilft das Feuer zu löschen und sich um ihn zu kümmern.

Denn dieser Drache hat noch nie echte und ehrliche Anerkennung bekommen und wurde wahrscheinlich nie richtig umsorgt.

Liebe heilt. Auch den Schatten.

Jesus sagte nicht umsonst: “Liebe deinen Nächsten (deine Feinde), wie dich selbst.” Auch diese Schattenaspekte sind Teil-Identitäten von uns und haben sehr ähnliche Bedürfnisse, wie jeder Mensch als Person auch.

Und darum geht es, wenn wir in der Schattenarbeit diese verhassten Anteile, welche dir auch sehr nahe sind und somit zu deinen “Nächsten” gehören, beleuchten und damit lichten.

Der Drache verliert sein grundsätzliches Misstrauen gegenüber allem ausser sich selbst und wird zutraulich und damit zähmbar. Was nicht heisst, dass er nun für immer hörig sein wird. Aber auch wenn er mal wieder Feuer spucken sollte, dürfen wir ihm trotzdem nun relativ gefahrlos zeigen, wer der Herr im Haus ist und dass wir es gut mit ihm meinen.

Schlagen wir den Bogen zurück zum Untertitel. Jeder Bösewicht einer jeden Geschichte baut auf einem solchen (Schatten-)Prinzip auf. Nur leider lernen wir in den Geschichten nur allzu oft, dass dieser “besiegt” und getötet werden muss. Nur ganz wenige Ausnahme sprechen eine andere, erlöstere Sprache.

Ein gutes Beispiel kommt aus der “Matrix”-Reihe. Im Endkampf von Neo und dem Agenten Smith kämpfen sie bis aufs Blut und trotz seiner “Allmacht” verliert der “Auserwählte” Neo an Kraft und gewinnt an Erkenntnis. Und dann fällt der entscheidende Satz:

"Alles, was ein Anfang hat, hat auch mal ein Ende, Neo."

Schattenarbeit Logo - erlöse deinen Schatten und lerne den Drachen reiten!

Und er begreift, dass es nicht darum geht, den Bösewicht zu besiegen, sondern dass sie sich vereinigen müssen, er sich, seinen Avatar (in der Matrix) opfern muss, damit Frieden einkehrt.

Also nochmals; Neo opfert sich und gibt den Kampf auf mit “dem Bösen” (hier als der Schatten gedeutet), damit Frieden einkehren kann. Das “Gute” und das “Böse” verschmelzen, damit der Kampf, der (innerpsychische) Krieg aufhören kann.

Das ist wohl eine der schönsten psychologischen Auflösungen (Erlösung) eines Schattenthemas, die ich kenne. (Philosophisch-spirituell muss diese Geschichte jedoch ganz anders gedeutet werden!)

Schlussfolgernd geht es also darum, nicht diesen “Kampf” mit dem Schatten, dem Bösewicht in zwei Lager zu teilen, sondern diese so wenig wie möglich entstehen zu lassen und zusammen zu führen. Damit man schlussendlich die Stärken und damit die Energie von beiden Aspekten zur Verfügung hat.

Mal soweit. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch zu mir gesellt auf Upspeak, Gebrauch macht von den Übungen und gerne auch eure Kommentare und Fragen da lässt. Ich gehe gerne auch auf persönliche Anliegen und spezifische (Lebens-)Situationen ein.

 

Ich freue mich auf euer Gehör.

"Alles was uns an anderen mißfällt, kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen."

- C.G. Jung

Frag mich, nur zu!

Frag mich gerne alles, was dir auf dem Herzen liegt.
Fragen kost nix und darf sich immer erlaubt werden.