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Traumdeutung – 9 tolle Beispiele + Definition

15. März 2021
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15. März 2021 Silvan

Was ist Traumdeutung?

 

Von der Bibel über Sigmund Freud bis zu alten Traditionen kommt die Traumdeutung und Deutung von Traumsymbolen in der ganzen Geschichte der Menschheit immer wieder vor.

 

Kein Wunder, denn jeder Mensch träumt grundsätzlich. Auch wenn sich nicht jeder an seine Träume erinnern kann. In der sogenannten REM (Rapid Eye Movement) Phase sind sie normalerweise am häufigsten und damit mitten im Schlaf.

Womöglich fällt es uns darum nicht sehr einfach, uns daran zu erinnern, weil unser bewusster Verstand dann völlig weggetreten ist.

Ich würde jedoch behaupten, dass das gut und gerne mit der gesamten Lebensweise eines Menschen zu tun hat. Wenn jemand sich kaum Erholung gönnt zum Beispiel, dann könnte das das Unterbewusstsein womöglich als Anlass nehmen, dass der (kurze) Schlaf durch nichts zusätzlich gestört wird.

Aber das ist hier nur ein Beispiel und eine Möglichkeit von vielen. Das soll hier nicht zur absoluten Regel angeführt werden.

Klar ist jedoch, dass uns das Unterbewusstsein stetig unterstützt und ausbalanciert, auch ohne unser Zutun. Soviel steht in meiner Annahme der Seelen-Symbolik fest bzw. der Psychosomatik, welche mittlerweile doch auch immer mehr zur Lehrmeinung gehört.

Das schwierige an der Sprache des Unterbewusstsein (Sprache der Seele) ist es, dass sie übersetzt werden muss und als Symbol eben mehrdeutig ist und nicht eindeutig, wie sich das unser Verstand und die Wissenschaft gerne wünscht.

Ein Problem mit menschlichem Kontakt kann sich über diverse Wege bemerkbar machen. Der Körper könnte dann zum Beispiel eine Hautkrankheit entwickeln oder man träumt von Beziehungsproblemen jeglicher Art zu anderen Menschen.

Da könnte das allgemein bekannte Szenario des «ohne Hose Dastehens» angeführt werden. Welches eben zeigt, dass wir uns eher nicht gerne «entblösst» und nackt anderen zeigen. Aber eben vor Allem nackt im seelischen und psychischen Sinne.

Das muss nicht unbedingt heissen, dass wir mit unserem Körper übermässig Scham empfinden, kann aber ein Nebenphänomen darstellen. Viel eher aber heisst es; dass ich mich nicht gut ganz und gar öffnen kann anderen gegenüber. Mich zeigen, wie ich bin.

Aber wie immer auch ist hier der Kontext des Lebens entscheidend, um Träume präzise und nützlich deuten zu können. Die Traumdeutung im psychologischen Sinne ist enorm davon abhängig.

Und da kommen wir auch schon zu der Definition von Traumdeutung und Traumanalyse. Wobei ich stark von der jungschen (C.G. Jung) analytischen Psychologie geprägt bin.

Traumanalyse oder Traumdeutung?

Womöglich empfindet man diese Unterscheidung als überflüssig oder unnötig, aber ich liebe es zu unterscheiden und mit Bezeichnungen präzise umzugehen.

Die Deutung eines Traumes trägt die Beschreibung eigentlich schon in sich. Sie weist/deutet in eine Richtung durch die Interpretation eines professionellen Traumdeuters. Diese beruht demnach vor Allem auf seinem Verständnis der Symbolik der Träume.

Sie könnte auch gemacht werden, ohne dass der Deuter das Leben näher kennt des Träumenden. Er/Sie übersetzt einfach die Symbole des Traumes in Alltagssprache, sodass der Träumende die Botschaft möglichst gut auf sein Leben beziehen kann.

So mache ich es zum Beispiel in den Kurzanalysen/-deutungen in der Analyse-Gruppe.

Nur schon durch die Übersetzung der Symbole mit Hilfe von universalem Verständnis der (Seelen-)Symbolik kann Erstaunliches zeigen im Traum eines Menschen.

So kann man Lösungsansätze finden, aber auch lange Verdrängtes und Unbewusstes kann auftauchen. Ebenso wird oft die aktuelle Lebenssituation und deren Herausforderungen dargestellt.

Aber es bleibt dabei, dass Traumdeutung an sich nur die Traumgeschichte anschaut und versucht die Traumbilder und Szenen verständlich zu machen.

Das Problem dabei kann sein, dass man nicht die richtigen Worte findet für die Übersetzung, die der Träumende dann auch verstehen und die Lebensthemen damit erkennen kann. Dafür müsste der Deuter den Träumenden sehr gut kennen.

Denn jeder Mensch hat ein völlig eigenes Set an Erlebnissen und Erfahrungen und redet auch in ganz eigenen Sprachmustern mit eigenen inneren Bildern zu seinen Erlebnissen. Und wenn man diese nicht gut trifft, bleibt womöglich nur Unverständnis.

 

 

Traditionelle Traumdeutung

Wir haben als Gesellschaft leider viel eher ein Bild von einer schrulligen Zigeunerin im Kopf, die omenträchtige Aussagen über unser Leben macht, wenn wir an Traumdeutung denken, anstatt an jemand, der das vorsichtig und achtsam macht.

Traumdeutung - unser Bild im Kopf

Es soll hier nicht gemeint sein, dass traditionelle Künste nicht wertvoll seien, jedoch haben sie oft eine «abergläubische» Note in dem Sinn, dass sie auch mal ganz verrückte Sachen interpretieren.

Was ich nicht verurteile im Sinne einer spirituellen Sicht aufs Leben, die ich ebenfalls stark vertrete, aber eher jedoch auf eine unvorsichtige Praktik.

Denn wie wenn jemand eine Diagnose von einem Arzt bekommt, dass man eine schlimme Krankheit hat, so kann eine Interpretation eines Traumes diese Gefahr ebenfalls bergen.

Wenn mir jemand sehr positive oder sehr negative Zukunftsereignisse aus meinem Traum mitteilt, dann kann ich natürlich grosse Erwartungen aufbauen in beide Richtungen und mich davon stark prägen lassen.

So oder so ist es in meinen Augen unprofessionell dem Menschen solche Voraussagen zu machen. Einzige Ausnahme stellen wohl Menschen, die nachweislich ständig Zukunftsträume haben, die sich bewahrheiten.

Aber auch da würde ich dies NIE als Interpret behaupten zu wissen. Denn die Zukunft wird dies erst zeigen müssen. Und auch wenn ich es wissen würde aus Eingebung oder Intuition, so stünde es mir nach meiner Meinung nach nicht zu, dies dem Menschen in meiner Interpretation zu verdeutlichen.

Die professionelle Traumdeutung ist also ebenfalls eine vorsichtige und achtsame Praxis und sollte mit viel Verständnis für die menschliche Psyche ausgeübt werden. So zumindest meine Meinung.

Die Traumdeutung ist also eine Aussage eines Interpreten des Traumes über die Botschaften, die das Unterbewusstsein oder die Seele des Menschen an ihn richtet.

Denn ich gehe davon aus, dass das Unterbewusstsein uns immer Botschaften sendet, wie wir unser Leben ganzheitlicher gestalten könnten. Es balanciert unsere bewussten Entscheidungen des Alltags aus.

Dazu kann man sich eine Waage vorstellen, wo die eine Schale die bewussten Entscheidungen darstellt und die andere Schale die dazu passenden Massnahmen (Symbole) unterbewusst erschaffen muss, damit die Waage das Gleichgewicht hält.

Traumdeutung - Unterbewusstsein hält die Balance

Und gleichzeitig schickt uns aber die Seele / das Unterbewusstsein ständig Signale in Form dieser ausgleichenden Symbole, um uns zu helfen, auch bewusst bessere Entscheidungen zu treffen, sodass das Unterbewusstsein nicht ständig auszugleichen braucht.

Zum besseren Verständnis dieser Symbolsprache empfehle ich dir meinen Blog zu lesen «Zeichen und Symbole der Seele».

 

 

Psychologische Traumanalyse

Die Traumanalyse ist anders als die Traumdeutung in der Tendenz näher am Leben des Träumenden und damit nochmals ein wenig vorsichtiger und weniger interpretativ.

Der Analytiker stellt erst einmal keine eigene Deutung in den Raum, sondern will die Interpretation des Träumenden erst einmal hören und erforschen. Der Träumer soll selbst seine Assoziationen und inneren Bildern wirken lassen.

Dazu muss man auch sagen, dass ein Traum immer auch ohne Analyse seine Wirkung hat. Wie schon gesagt; das Unterbewusstsein gleicht dadurch das (Körper, Geist, Seele-)System aus. Dadurch tut er seine Arbeit schon.

Jedoch kann man die Lebensthemen und Schatten oder andere Probleme durch die Analyse sichtbar und verständlich machen, sodass man dann das betreffende Lebensthema auch gezielt angehen kann.

Der Träumer soll also seine eigenen Schlüsse ziehen können aus den Traumbildern und Traumsymbolen, die auf einen möglichen Missstand im Leben weisen. Dann ist auch der Aha-Moment grösser.

 

Nehmen wir als Beispiel das Fliegen im Traum:

Der Träumende fliegt im Traum über eine Stadt und sieht auf die Menschen herunter.

Das ist mal eine ganz kurze Szene aus einem Traum. Daraus ergibt sich, dass der Träumende sich vom Boden abgehoben hat und über die Öffentlichkeit/Gesellschaft hinweg fliegt und auf sie runter sieht.

Das wäre eine objektive Übersetzung des Traums, die ziemlich sicher bedeutet, dass der Mensch in irgendeiner Form den Kontakt zur Realität verloren hat, zum Boden. Er ist abgehoben oder er will sich abheben und auf die Menschen hinab schauen.

Traumdeutung - fliegen im Traum

 

Die Frage stellt sich nun, was genau dahinter steckt! Und wenn der Traum keine weiteren Details dazu liefert, muss man so oder so den Träumenden befragen.

 

Wie hat er/sie sich dabei gefühlt beim Fliegen und hinabschauen?
Was hat er/sie gedacht dabei?
Was war sonst noch dort an Farben, Wahrnehmungen und andere Details?
Was für Eigenschaften könnten die Menschen unten haben?

 

Alles solche Fragen zur Erforschung und Differenzierung können dabei helfen, den Traum anzureichern mit eigenen Eindrücken und Interpretationen bzw. inneren Bildern. Und können somit mehr vom Unterbewusstsein preisgeben.

 

  1. Wenn der Träumende sich einfach nur frei gefühlt hat dabei und wir aus seinem Leben wissen, dass ihm dieses Gefühl fehlt, finden wir heraus, dass der Traum das scheinbar kompensiert für ihn. Die Botschaft des Traums wäre also, dass der/die Träumende dieses sich frei fühlen umsetzen lernen darf im eigenen Leben. Immer ebenfalls mit Blick auf das dazugehörige Realitätsbewusstsein bzw. die eigene Erdung. Sodass man eben nicht «abhebt».

 

  1. Wenn der Träumende ein sehr erfolgsorientierter Mensch ist mit vielen Ambitionen für seinen Beruf, dann könnte es eine «Warnung» des Traums sein, dass der Mensch dabei ist, überheblich zu werden. Er hat die Bodenständigkeit verloren und sieht auf andere Menschen herab. Dabei wird er im Traum wahrscheinlich ein Gefühl von Macht verspüren.

 

Dies sind zwei mögliche Ergebnisse einer Analyse, die nur dadurch klarer werden kann, dass wir den Menschen und sein Leben kennen!

Man sieht dadurch hoffentlich wie elementar wichtig es ist, das Leben des Träumenden zu kennen bzw. seine Meinung und Eindrücke seines Traumes. Sonst kann man nur die universale Bedeutung erkennen nicht jedoch die subjektive.

Die Traumanalyse macht also eben das grundsätzlich anders im Vergleich zur Traumdeutung. Die Traumanalyse kommt nicht ohne den Kontext des Lebens aus und die Zusammenarbeit mit dem Menschen. Sonst ist die Deutung einfach nicht ganz präzise.

Und trotzdem kann einem die Deutung eines Traumes auch schon mal in eine Richtung weisen, wenn man einfach nur einen Anhaltspunkt haben will.

Meine Seelentieftaucher-Gruppe eignet sich dafür perfekt bzw. kann ein erster Einstieg sein in diese Art von Selbsterforschung und Selbstentwicklung. Natürlich kann auch im Sinne der Schattenarbeit ein wichtiges Schattenthema gefunden werden.

Beispiele

Bevor wir zu ein paar der gängigsten Beispiele kommen von Traumsymbolen, will ich nochmals auf den Blog-Post «Zeichen und Symbole der Seele» aufmerksam machen.

Denn dieser liefert ein womöglich wichtiges Grundlagenverständnis für die Funktionsweise von Symbolen in unserem Leben und was sie uns mitteilen können. Oder nur schon um die Definition des Begriffs besser zu verstehen.

Ebenfalls kannst du noch den kleinen Kurs zur Traumanalyse von mir machen und zum Beispiel die grundlegenden 3 Traumkategorien kennenlernen, die Meditation zur Traumerforschung machen und 3 Videos anschauen zur Vertiefung.

Grundsätzlich beziehe ich in der Traumanalyse und Traumdeutung die Symbole und Botschaften immer (erst einmal) auf den Träumenden selbst!

Warum? Weil die enthaltene Botschaft oft nur für den Menschen selbst ist. Und weil es im Sinne der Eigenverantwortung und Eigenmacht anders nicht viel Sinn macht. Denn sonst rutscht man womöglich schnell in die Opferhaltung und Beschuldigungen.

Wenn man die Bedeutung im Aussen oder bei anderen Menschen sucht, sucht man oft am falschen Ort. Denn DU hattest ja den Traum, nicht der andere Mensch. DU hast diese Bildern von DEINER Seele / Unterbewusstsein empfangen, nicht der andere.

Also macht es Sinn, dass wir die Priorität auf uns selbst legen.

Anders kann es sein, wenn wir ganz klar von Menschen träumen, die wir kennen und sie genauso auftauchen, wie wir sie kennen. Zum Beispiel wenn wir von verstorbenen Menschen träumen.

Dann kann es sein, dass wir tatsächlich den Traum oder einen Teil davon auf den anderen Menschen beziehen bzw. ihn mit einbeziehen dürfen/sollten.

Ebenfalls denkbar ist Seelenwanderung im Traum. Das heisst; wir besuchen als Seele eine andere Seele im Traum und begeben uns auf Astralreise als Fachbegriff.

Das ist aber immer subjektiv mit dem Menschen zu klären. Heisst; Du musst selbst nachspüren, was für dich am meisten Sinn macht und sich richtig anfühlt!

 

Wenn du luzide träumst, dann dürfte es dir leichter fallen, deine Träume zu erinnern als anderen. Wichtig dabei – finde ich – ist, dass man den Traum für die Analyse eher nicht beeinflusst, da sonst die Botschaft verzerrt werden kann.

Wir benutzen dann unseren Willen, um etwas anderes daraus zu machen, als uns eingegeben wird von der Seele. Somit kann man die ganze Botschaft evtl. nicht erkennen.

Dann würde ich nur den Teil des Traumes analysieren und deuten, der noch vor den bewussten Entscheidungen vorhanden war. Oder aber, man nimmt seine Entscheidungen und «Wünsche» an den Traum ebenfalls in die Analyse mit rein.

Warum will ich überhaupt den Traum verändern?
Was wollte ich verändern und wie hab ich es dann getan?
Wie beeinflussen diese Entscheidungen auch dein Wachleben in Bezug auf im Traum gezeigte Situationen?

Darum empfehle ich luzides Träumen nicht als besonders erstrebenswert. Weil wir dann eben eher gewillt sind, die Botschaften aus unserem Inneren zu «verfälschen» und zu beeinflussen, anstatt dass wir die Botschaft so akzeptieren und würdigen.

Das aber nur als kleine Randnotiz zu luzidem Träumen an sich.

 

Wie gelähmt sein im Traum

Wenn eine Lähmung im Traum auftritt, ist wie immer erst einmal wichtig, was vorher geschah. Worauf reagierte die Lähmung?

Es kann dann sein, dass die Lähmung als Symbol aufgrund gewisser Situationen und Ereignisse in deinem Leben zeigen will, dass du dich in solchen Situationen wie gelähmt fühlst und du evtl. aktiver werden darfst.

Oder aber ebenso möglich kann es sein, dass du dann eben mal mit Lähmung reagieren dürftest. Dass du nicht reagierst auf die Situation und die Menschen darin. Sondern einfach mal gelähmt sein darfst und dich zurückhalten darfst.

Um herauszufinden, welche Version eher in die richtige Richtung weist, müssen wir das Leben des Menschen kennen. Du musst also selbst reinspüren oder in der Zusammenarbeit (mit mir) die stimmige Botschaft herausfiltern.

Wie und wann hast du schon immer mit Lähmung reagiert oder eben nicht? Hat das eine lange Geschichte in deinem Leben? Was könnte die Empfehlung deiner Seele dazu sein?

Schreibs gerne mal auf in einer Dialogform.

«Liebe Seele / Unterbewusstsein, was ist deine Empfehlung an mich, die du mir mit dieser Lähmung zeigen willst?» usw.

 

Im Traum Nähe suchen

Dieses Symbol scheint relativ klar zu sein. Offenbar scheint es ein Nähedefizit oder Nähewunsch in deinem Leben zu geben.

Traumdeutung - Nähe suchen im Traum

Entweder ist dieser wiederum schon sehr oder zu stark ausgeprägt und weist dadurch in deine Innenwelt, weg von Nähe suchen im Aussen oder weil du es dir kaum gönnst im Aussen und den Wunsch mal realisieren dürftest.

So oder so will der Nähe suchende Anteil in dir DEINE Aufmerksamkeit und DEINE Nähe in erster Linie. Erst dann kommt die Nähe im Aussen. So als Faustregel.

Wo und wie kann dieses Nähe suchen bei anderen eine Ablenkungsstrategie sein, und wovor? Denkst du, du bräuchtest keine Nähe von anderen, und warum? Wie würde Nähe schenken in dir selbst aussehen, unabhängig von anderen Menschen?

 

Zu Spät kommen als Traumsymbol

Hast du ständig Verspätung im Traum? Dann würde ich dir empfehlen mal dein Zeitmanagement anzuschauen. Wie planst du deine Zeit? Machst du zu viel auf einmal und hast darum «keine Zeit»?

Es kann somit sein, dass du dir einen grossen Stress machst, weil du zuviel machst oder willst, das heisst; du dir zu hohe Anforderungen stellst.

Oder aber auch dass du dir auch keine Zeit für dich gönnst. Du willst an einem Ort «zur richtigen / zur rechten Zeit» ankommen (Zielwunsch), aber «kommst zu spät an» (nicht passendes Zeitmanagement zum gewollten Ziel).

Die Frage ist; Ist es das «falsche Ziel» oder das «falsche Zeitmanagement»? Das musst du selbst oder mit mir als Analytiker herausfinden und herausarbeiten.

Mitspielen können demnach auch; deine Erwartungshaltung an dich, dein Leistungsanspruch an dich, deine Unzufriedenheit mit der aktuellen Lebenssituation, zu grosse Ziele zu schnell erreichen wollen usw.

 

Flucht in der Traumdeutung

Bist du immer wieder mal auf der Flucht im Traum? Eine sehr verbreitete Szene in Träumen.

Eigentlich relativ simpel; Wovor fliehst du im Leben? Was willst du nicht sehen? Was ist zu unangenehm, als dass du es in Angriff nehmen willst?

Falls der Traum zeigt, wovor du fliehst, kommst du diesem Thema näher, dass du anschauen dürftest. Falls du verfolgt wirst, dann gibt es etwas in dir, dass diesen Verfolger repräsentiert und verkörpert.

Womit verfolgst du dich, womit sitzt du dir ständig im Nacken? Mit Selbstkritik und Massregelung vielleicht? Wie es deine Eltern schon taten?

Die Botschaft wäre also, dass man lernt sich gewissen unangenehmen Lebensthemen wieder zuzuwenden und diese in Angriff zu nehmen, anstatt zu flüchten.

Das mal ganz einfach und «oberflächlich» gedeutet. Jeder Traum liefert unendlich mehr, als man in ein paar Sätzen zusammenfassen kann!

 

Ein Biss in die Hand oder von einem Tier

Ein Biss ist eine aggressive Geste. Sich etwas abbeissen. Biss haben. Sich durchbeissen. Das könnten auch positive Formen von Aggression sein, die wir oft im Kopf sofort mit Gewalt gleichsetzen. Zu Unrecht.

Ein Biss in die Hand zeigt ein Angriff gegen die Handlungsebene. Wo «hasse» ich, was ich tue (oder eben NICHT tue!)? Wo bin ich wütend, weil «nichts passiert»?

Es weist auf DEINE Handlungsebene. Nicht andere sind verantwortlich dafür, dass «etwas passiert». Du bist es. Das könnte ein wichtiger Leitsatz dafür sein.

Der Biss von einem Tier weist in eine ähnliche Richtung. Jedoch mehr auf die Triebhaftigkeit und unsere instinktgeladenen Wesenszüge als Mensch, die JEDER Mensch natürlich in sich trägt!

Wo und wie kann ich mich nicht mit dieser inneren und eigenen Triebhaftigkeit versöhnen? So könnte eine Frage an dich lauten. Wo und wie darf ich nicht mal ausrasten «wie eine Bestie», mal rammeln wie die Karnickel, mal den Schwanz einziehen wie ein Hund?

Das könnten weitere grob gehaltene Leitsätze sein. Man könnte auch das Tier an sich und seine Eigenschaften noch beleuchten und deuten, um mehr Hinweise auf das triebhafte Lebensthema zu bekommen.

Auf dieser Triebebene sind in der Tendenz: Sexualität, Kampf, Flucht, Stammesverhalten (Herde), Revier, Ernährung, Schutz, Geborgenheit usw.

 

Der Kindheitsort im Traum

Wenn wir im Elternhaus sind im Traum oder in der Gegend, die wir aus unserer Kindheit kennen, dann darf man stark davon ausgehen, dass es sich bei der Traumbotschaft, um einen Hinweis auf die Vergangenheit handelt.

Traumdeutung - Kindheitsort im Traum

Es soll also eine Weisung in die Kindheit sein und was wir dort noch ansehen, bearbeiten und integrieren sollen/dürfen.

Oft geht es dabei um sehr prägende oder sogar traumatische Ereignisse, die unsere Aufmerksamkeit einfordern.

Es kann aber ebenso auch einfach eine schöne Erinnerung sein, die uns immer noch stärkt und Kraft verleiht. Da ist der Traum absolut multimodal und sollte nie pauschalisiert abgestempelt werden.

Auch darum empfehle ich kein Traumlexikon oder dergleichen, weil die Deutungen darin oft zu eindimensional oder sogar dogmatisch und mahnend sind. Das kann leicht missverstanden werden.

Traumdeutung und Traumanalyse sollten für mein Verständnis immer in die Prozessarbeit (Begleitung, Therapie) eingeflochten werden und/oder sehr behutsam behandelt und geführt werden.

 

Im Traum an den Haaren ziehen

Oder gezogen werden. Macht einen grossen Unterschied! Wahrscheinlich geht es dabei um (innere) Machtkämpfe.

Was tun wir, wenn wir in unserem Tun (Macht) gestört werden als Kind? Wenn uns jemand etwas wegnimmt oder wir etwas wollen, dass der andere hat? Beobachte ich immer wieder.

Es mündet oft schnell im Kampf und am Haare ziehen. Interessant und irgendwie unerklärlich. Aber scheinbar haben die Haare eine Qualität, die unsere Stärke zeigt und wie wir diese anderen wegnehmen wollen.

Auch die Geschichte des Samson, der seine Stärke aus seinen Haaren bezieht, verweist symbolisch darauf.

Wenn ich an den Haaren ziehe, fühle ich mich womöglich ohnmächtig und will mir meine Macht wieder erkämpfen. Das dürfte man dann im Sinne der Selbstermächtigung und Selbstwirksamkeit im eigenen Leben wieder erlöst umsetzen.

Und zwar so, dass andere Menschen NICHT zu schaden kommen!

Wenn ich an den Haaren gezogen werde, dann ist es dieselbe Ohnmacht, die aber anders gelebt wird. Man wehrt sich wahrscheinlich nicht uns lässt es über sich ergehen. Man hat womöglich seine eigene Macht noch gar nicht wahrgenommen im Leben.

Auch hier; werde tätig und erkenne, dass du eine Macht besitzt und diese einsetzen, leben und entfalten darfst! Nur du kannst dein Leben verändern.

 

Das waren ein paar der gängigsten Traumsymbole, die die meisten Menschen kennen dürften.

 

 

Traumdeutung bei Kindern

Vielleicht noch ein paar Worte zur Deutung eines Traums bei Kindern. Hier könnte die Traumsprache noch deutlich archetypischer und universaler lesbar sein, als bei den Erwachsenen.

Ganz einfach weil sie noch nicht so viele Eindrücke des Lebens gesammelt haben. Damit ist die innere Bilderwelt noch näher an der universalen Bildersprache.

Im Prozess wäre ich seehr vorsichtig mit der Deutung von Kinderträumen. Viel mehr als Fragen dazu stellen würde ich nicht. Die Symbole, die angesprochen werden, wirken so oder so.

Das Unterbewusstsein ist noch wesentlich näher an der Oberfläche bei den Kindern, warum sie vielleicht auch deswegen vorsichtiger sind damit, das zu sagen, was sie sagen wollen. Je nach Prägung.

Ein Besprechen würde ich also auf Fragen beschränken, die die Bilder ins Bewusstsein holen und das, was die Kinder davon selbst sehen (wollen).

Als Ergänzung könnte man die Traumszene noch malen oder mit Spielfiguren (à la Sandspiel) nachstellen lassen. Das wirkt nachweislich mit der ungeteilten Aufmerksamkeit mehr als genug.

 

 

Damit entlasse ich dich gerne wieder in deine eigene Traumwelt und dein davon geprägtes Leben.

Gerne darfst du mir Fragen dazu stellen in der Traumgruppe oder dann direkt Kurzanalysen anfordern und tiefer tauchen mit den Lebensthemen der Traumbilder in der Gruppe für Seelentieftaucher.

Diese eignet sich perfekt für den Einstieg in die Traumwelt und bist geschützt aufgehoben in einer Gruppe von Gleichgesinnten Forschern der eigenen Seelenwelt.

Wenn du deinen Traum vollumfänglich verstehen und die Botschaften daraus essenziell in deinem Leben umsetzen willst, dann kommst du an einer Traumanalyse fast nicht vorbei. Aber das überlasse ich natürlich dir.

 

 

Ich freue mich so oder so irgendwann irgendwo von dir hören zu dürfen.

Verträumte Grüsse
Silvan

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