fbpx

Das Streben nach Freiheit

21. Juni 2021
Posted in Blog
21. Juni 2021 Silvan

Freiheit und Sicherheit

Kaum kann der Mensch auf zwei Beinen gehen, ist er gewillt, alles zu entdecken mit unersättlicher Neugier! Es sei denn, er wird davon abgehalten. Und das hier wird kein Eltern-Bashing, Nein! Es geht um das fundamentale Wesen des Menschen schlechthin.

Die Erde ist der Planet des freien Willens. So wird er in vielen alten Schriften genannt und kann man sogar durch die Numerologie – die Wissenschaft der Zahlen der alten Chaldäer – darstellen und nachverfolgen, wie Armin Risi das tat. Aber warum ist das so?

Lass uns erst einmal ein paar Gedankengänge verfolgen.

Hast du schon jemals einen Film gesehen oder eine Geschichte gelesen, die damit aufgehört hat, dass die „liebe“ Technologie und Kontrolle über den Menschen Frieden und Wohlstand gebracht hat? Ich nicht.

Jede epische Geschichte von vielen, die uns berühren, handelt von Menschen, die nach Freiheit und Verbundenheit streben. Verbundenheit mit der Natur und anderen Menschen. Und praktisch immer kämpfen sie gegen ein unterdrückerisches und kontrollverseuchtes „System“.

Und ich spreche hier von Extremen – unbalanciert – und nicht von kulturellen Regeln nach menschlichen Werte, die durchaus ihren Wert haben für das Zusammenleben!

Ein paar Beispiele gefällig?

Gladiator - FreiheitStar Wars
Harry Potter
Herr der Ringe
Die Tribute von Panem
The Matrix
Lion King
Ghandi (sogar biografisch)
Batman
praktisch alle Superhelden Filme von Marvel
Gladiator

Die Liste könnte fast endlos fortgesetzt werden. Immer will ein Übel seinen Willen den Restlichen aufzwingen. Die klassische Heldenreise in den heutigen Geschichten.

eBook HeldenreiseZufall? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Die Superhelden-Geschichten kamen interessanterweise vorallem um die Zeiten der Weltkriege herum auf. Ein Schrei nach Freiheit und der Entfaltung der immanenten „Superkräfte“ im Menschen?

Ich sehe einen grossen Zusammenhang damit! Fertig mit blind in den Krieg ziehen und sein Leben opfern für eine mehrheitlich unbekannte Gestalt, die ich nur aus dem TV kenne.

Wie gesagt streben alle diese Geschichten nach Menschlichkeit und oft nach Verbundenheit mit allem nicht von Menschen geschaffenem. Die Rebellen-Armee von den Jedi in Star Wars ist in einem Dschungel und nicht in einer Grossstadt-Wüste.

Zu wenig eindeutig? Beobachte mal die nächsten paar Geschichten, die du dir zuführst.

Und allem voran geht es tatsächlich praktisch immer um die Freiheit des Menschen. Die Freiheit sein Leben so leben zu dürfen, wie man es für richtig hält. Ohne Kontrolle, Unterdrückung und Kleinhaltung.

Man wird sich wohl noch an solche Geschichten erinnern in diesen Zeiten. Wo man sich nicht mehr ganz so sicher ist, was nun für unsere „Sicherheit“ wichtig ist und was einfach nur ein Bruch mit der menschlichen Freiheit und dem freien Willen ist.

Benjamin Franklin sagte:

„Wer Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“

Wer oder was strebt denn nach Sicherheit und steuert damit auf Kontrolle zu?

Im Aussen kann man ewig nach dem Schuldigen suchen und wird ihn auch finden. Die Frage ist, was bringt das? Ausser dass man nun ebenfalls wen gefunden hat, den man kontrollieren und wegsperren kann und somit Gleiches mit Gleichem vergeltet. Was nie die absolute Lösung sein kann.

Was im Menschen selbst nach Sicherheit strebt, ist unser reiner Erhaltungstrieb. Instinkt, Körper und Verstand (bzw. ein Teil des Unterbewusstseins).

Während aber der Instinkt ein naturnäheres Phänomen zu sein scheint, würde dieser nicht weiter als situativ vor potenzieller Gefahr schützen. Wenn etwas auf uns zufliegt, verdecken wir sofort mit den Armen unseren Kopf. Eine Instinktreaktion.

Der Verstand ist die einzige Instanz, die das auch schafft, ohne dass uns etwas entgegenfliegt.

Bevor wir nun aber Verstand-Bashing betreiben, lass uns das differenzieren. Der Verstand ist auch kein Schuldiger. Er ist ein weiteres Werkzeug von vielen uns verfügbaren. Nichts „gottgegebenes“ ist per se schlecht.

Erst was wir mit unseren Handlungen und Entscheidungen damit machen, kann es sehr unerlöst werden lassen.

Der rationale Verstand (als eine von vielen Gehirnfunktionen) ist – wie Alan Watts so schön sagt – ein „Problemradar“, der die Umwelt nach möglichen Gefahren absucht. Er sucht also nach möglichen Gefahren, vor denen wir uns schützen können. Hat alles seinen Sinn.

Das wahre Problem entsteht erst dann, wenn wir uns mit diesem Problemradar identifizieren und nur noch damit arbeiten. Dann sehen wir plötzlich nur noch Gefahren! Und dann kommt das Sprichwort zum Zug:

„Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“

Womit wir auch wieder bei Kontrolle und Unterdrückung wären. Denn alles andere, was nicht mit einem Hammer gelöst werden kann, muss weg! Das heisst, alles was nicht eine greifbare und verständliche Lösung bietet ist tückisch.

Und alles, was nicht verständlich ist, ist suspekt und ein möglicher Feind. Kein Wunder kommt da die Natur und alles subtile und geistige unter den Hammer. Wortwörtlich.

Gefühle sind nicht rational. Menschliche Werte auch nicht unbedingt. Vorallem wenn jeder seine eigenen definieren darf!

„Es muss doch möglich sein, dass alle Menschen das gleiche wollen und anstreben und es dafür eine rationale Lösung geben muss!“

Daran haben sich schon einige „schlaue Menschen“ den Kopf dran zerbrochen.

Der Mensch ist aber schlussendlich nicht logisch zu erklären. Oder im Mindesten nicht nur! Ein Teil mag logisch sein und verständlich. Aber der andere eben nicht.

Und wenn dieser nicht trotzdem gesehen und akzeptiert wird, landet er im Abseits und damit im (kollektiven) Schatten – psychologisch/archetypisch gesehen. Dort brodelt er und wird für alle Menschen zur potenziellen Gefahr.

Als Gedankenexperiment;

Lass uns mal nachempfinden, was passiert, wenn wir Sicherheit wollen. Absolute Sicherheit. Erst einmal müssen wir uns mit Kleider schützen. Dann mit Schuhen. Dann mit einem Haus. Dann mit einer Sonnenbrille. Dann mit Desinfektionsmittel. Dann mit Waffen. Dann mit Mauern.

Und womöglich hat sich nach alldem noch niemand jemals gefragt, wovor man sich denn genau schützt. Egal, weiter. Dann mit Atemschutz. Dann mit Handschuhen. Dann mit Luftschleusen. Dann mit sterilen Räumen. Dann mit absoluter Trennung von allem Lebendigen.

Ist doch so. Das einzige wovor wir uns schützen, ist das Leben. Denn Leben ist bewegt und „unberechenbar“. Die Keime und Bakterien auf unserer Haut sind immer da und trotzdem sterben wir nicht. Sind nicht immer krank.

Manchmal, aber nicht immer. Und sie leben. Die Natur ist hochgradig lebendig! Und wir wären es auch! Wenn wir uns nicht „schützen“ würden.

Soll man sich also GAR nicht mehr schützen?! Nein, so ist das nicht gemeint. Es geht immer um eine Balance. Auch mit dem Sicherheitsbedürfnis.

Aber wir sollten wissen, dass der Verstand nie aufhört, Probleme zu sehen und sich davor zu „schützen“ versucht, wenn wir dieses Muster nicht ausbalancieren mit Vertrauen und Verbundenheit. Freiheit und Sicherheit als Gegensatzpaar.

Und trotzdem, um nochmals zum Anfang zurück zu kommen, was denkst du, wovon wir heutzutage eher zuviel und wovon eher zu wenig haben? Und wo ist die Grenze? DEINE PERSÖNLICHE vor Allem!

Schon mal darüber nachgedacht? Wo könnten wir kollektiv stehen, bei endlosem Datenverkehr und dem bald „durchsichtigen Bürger“?

Das ist wohl unsere Verantwortung der nächsten Jahre! Die Geschichten, die wir schreiben, spiegeln zumindest eine Disbalance. Die Frage ist, ob wir sie sehen können und wollen!

Unterdrückung ist nicht immer Gewalt und Polizeistaat. Wenn man ständig zu hören bekommt, man müsse sich schützen, macht das der eigene Verstand bald ganz von allein. Und man knechtet sich damit selbst. Und muss vergeblich im Aussen nach einem Schuldigen suchen.

Freiheit ist ein Gefühl. Es kann ebenso auf einer Weltreise wie auch im Gefängnis präsent sein. Womöglich eine „simple Loslösung“ von dieser einseitigen Verstandesverhaftung? Ein Vertrauen in etwas „Unverständliches“? Nicht von dieser Welt?

Für mich ist das die Realität. Weil ich so lebe. Und ich könnte mir keine grössere Freiheit vorstellen, als das Vertrauen in einen höheren Plan. Von einer Instanz, die keine Kontrolle braucht.

Weil sie immer in perfekter Balance ist und immer genau das richtige induziert. Sie schafft Sicherheit und Freiheit, wo und wie sie gerade gebraucht wird. Wenn wir vertrauen und uns als „leeres Gefäss“ zur Verfügung stellen.

Jedoch darf man auch da auf der Hut sein. Viele Wesen fühlen sich selbst immer noch zu wenig sicher (in sich), sodass sie diese Suche nach dieser Quelle auch gerne zu eigenen Gunsten nutzen.

Somit bleibt die „wahre Suche“ immer eine Gratwanderung in stetigem Unterscheiden von dem harmonischen Urgrund und möglichen Disbalancen.

Schlussendlich bleibt jedoch die Frage:

Was lässt dich dich frei fühlen?! Und was eben nicht?

Gerade wenn neue „Schutzmassnahmen“ irgendwo irgendwann eingeführt werden, sollte das fast Pflicht sein, sich mindestens dreimal zu fragen. Um dann eigenverantwortlich für sich zu entscheiden. Und NUR für sich. Jeder muss diese Befragung selbst durchführen können.

Sonst ist es keine Freiheit, richtig…?

Befreiende Grüsse
Silvan

, , ,
%d Bloggern gefällt das: