Schattenarbeit Was ist das? – Definition, Beispiele und Methoden

13. September 2020
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13. September 2020 Silvan

Schattenarbeit Was ist das?

 

Gerne gebe ich dir einen kurzen Einblick und eine Einführung in die Schattenarbeit. Ebenso gebe ich dir eine klare Definition, Beispiele und stelle dir einige Methoden vor, mit denen Schattenarbeit gemacht werden kann.

 

Definition

C.G. Jung der Mitbegründer der modernen Psychologie und der analytischen Psychologie nannte folgende Formel für die Schattenarbeit:

Ich + Schatten = Selbst

Er definierte den Schatten als die Anteile unserer (ganzheitlichen) Identität, die noch unbewusst bzw. präziser gesagt; verdrängt und verteufelt wurden. Durch unsere Eltern, allgemeine Beziehungspersonen, die Gesellschaft, aber nicht zuletzt auch durch einen selbst.

Was ist Schattenarbeit Definition

Ich nutze gerne folgende Metapher:

Wir kommen mit einem reich gedeckten Buffet auf die Welt. Jeder hat sein eigenes. Voller Potenziale und Fähigkeiten. Unserer Berufung und unserer Gabe an die Welt und allem, was dazu gehört.

Dadurch dass die Eltern „gesellschaftsfähige“ Menschen erziehen „müssen“, müssen alle Eigenarten, die nicht der Norm entsprechen abtrainiert und verboten werden.

Wir stellen dann also freiwillig gewisse Dinge von unseren reichen Buffet nach hinten in die Abstellkammer (Schatten). Weil wir sonst nicht akzeptiert und keine Liebe bekommen würden.

Ohne diese Zuwendung ist ein Mensch nicht lebensfähig, vor Allem kein junger Mensch.

Wir stellen somit diese ganz eigenen Charakterwerte ins Abseits. Negativ wie positiv behaftete (mehr dazu später bei den Beispielen).

Das ist der Status Quo heutzutage. Solange bis wir dieses (Schatten-)Spiel durchschauen und erkennen, dass jede Anlage von Fähigkeiten und Potenzialen seine wertvolle Form haben kann.

Schattenarbeit was ist das - Potenzial und Schatten

 

Das Ich aus der Formel ist deine Identität, wie du sie derzeit bewusst wahrnimmst. So siehst du dich selbst in einer Selbsteinschätzung.

Oftmals sieht man sich bedeutend schlechter, als man eigentlich ist. Auch das ist ein kollektiver Schatten, der wohl hauptsächlich aus der Schule stammt, wo wir pausenlos bewertet werden.

Und zwar nicht potenzialorientiert, sondern fehlerorientiert. Das ist das Hauptproblem. Darum suchen wir unterbewusst tendenziell schneller nach Fehlern als nach Lösungen. Aus diesem Schatten darf man sich auch gerne befreien mit reinem Umdenken.

Jedoch läge in diesem Beispiel das Potenzialorientierte im Schatten, weil das noch nicht bewusst gesehen und implementiert wurde. Nun, zumindest noch nicht vollständig.

Das Fehlerorientierte wird ja schon bewusst eingesetzt und vollstreckt, darum liegt das nicht im (kollektiven) Schatten.

 

Das Selbst in der Formel ist die Ganzheit der eigenen Identität als Körper, Geist und Seele. Das Leben wird seelenzentriert gelebt, nach dem Seelenweg ausgerichtet.

Ausserdem hat man dann alles aus der Abstellkammer wieder auf dem reich gedeckten Buffet draussen und wir können uns an all den Gaben erfreuen, die wir für uns selbst und andere bereitstellen können.

Schattenarbeit ist also das Wiedererlangen all dieser inneren Anteile, die wir nach hinten stellen und vergessen mussten.

Das Versöhnen mit vermeintlichen inneren Bösewichten. Das reiten der inneren bösen Drachen. Die Wiedererkennung von Potenzialen, die wir in anderen Menschen sehen, anstatt sie als reine Sehnsüchte wahrzunehmen.

 

 

Schattenarbeit in der Psychotherapie

Eigentlich geht es in der gesamten Psychotherapie darum diese Schattenthemen und inneren Anteile zu beleuchten und ins Leben zurück zu holen.

Nur sind diese bei manchen Menschen schon derart lange in der Abstellkammer oder sogar im Keller, dass sie nur schwer auffindbar, geschweige denn hochzuholen sind.

Das ist die Herausforderung der Psychotherapeuten/innen.

Eine kleine aber bedeutende Kritik an der Psychotherapie muss ich hier anbringen. Und zwar, dass scheinbar nur schleppend ergänzende Methoden dazu genommen werden nebst der reinen Gesprächstherapie.

Viele Therapeuten scheuen den Schatten selbst, so scheint es. Wenn sich ein Schatten zu stark zeigt, wird er (je nach Diagnose) sogleich als Psychose oder dergleichen bezeichnet, der Patient „stabilisiert“ und damit der Schatten weiter zurückge- und verdrängt.

Damit wird ein Schatten nicht aufgelöst werden können.

Ein tolles Gegenbeispiel zeigt John Weir Perry. Er hatte ohne Medikamente und invasive Eingriffe bei akuter Schizophrenie eine Erfolgsquote von ca. 80% gehabt!

Schattenarbeit was ist das - Buch - Schizophrenie

Wie er das gemacht hat? Er hat die Patienten ihren Schatten ausagieren lassen. Sie hatten zum Beispiel einen „Rage-Room“ – einen Wut-Raum -, indem die Patienten wüten konnten, wie sie wollten und ihrem Zorn freien Lauf lassen.

Genau so wie weinen eine befreiende Wirkung haben kann, kann das Wut ebenfalls haben. Man muss nur einen geeigneten Rahmen dafür schaffen, worin niemand zu schaden kommt.

Hier scheint es essenziell zu sein, dass die Therapie den Rahmen der Methodik stark erweitert auf Körpertherapie, Kunsttherapie und andere sogenannten „alternativen“ Methoden, die oftmals und mittlerweile bessere Erfolgschancen verzeichnen als die klassische Therapie.

Aber recherchiere das gerne selbst nach, wenn du dazu mehr lesen willst.

Beispiele aus der Schattenarbeit

 

Lass uns erst einmal unterscheiden zwischen persönlichem und kollektivem Schatten.

 

Der persönliche Schatten ist wie schon erwähnt das eigene Buffet, bzw. eben alles, was davon ins Abseits gestellt wurde.

Der kollektive Schatten bezieht sich auf Gesellschafts-Normen und Tabus, welche von der Gesellschaft unreflektiert an die Kinder weitergegeben werden.

Zum Beispiel: „Sex ist schmutzig„, „Geld kann nicht ehrlich verdient werden„, „Kunst ist eine Sackgasse, lerne etwas anständiges„, „Männer sprechen nicht über ihre Gefühle und Probleme“ usw.

Im Moment sind wir gesellschaftlich in einer Art Übergangsphase, wo viele dieser kollektiven Schatten auf dem Prüfstand stehen, dadurch dass auch z.B. gewillter sind als früher eine Therapie zu machen.

Trotzdem ist die Macht solcher kollektiven Schatten enorm! Wir sehen es immer, wenn (vermeintliche) Sicherheit der Freiheit gegenüber steht. Denn Sicherheit wird vom „Stamm“, von der Gesellschaft geboten. Freiheit ist ein individuelles Gut.

Wenn diese Gegenüberstellung auftritt, muss der Mensch sich gut überlegen, wo darin jeweils die persönlichen und kollektiven Schatten schummern. Sonst sieht er sich schnell in einer sehr unangenehmen Situation wieder…

 

 

Lass uns weiter unterscheiden zwischen „positivem Schatten“ und „negativem Schatten„.

 

Der positive Schatten ist derjenige, der getriggert wird, wenn wir unseren Idolen nacheifern. Oder noch schlimmer gar nichts tun und sie als Platzhalter diesen Wunsch ausagieren lassen.

Wenn du einer Sängerin nacheiferst, weil du soo gerne selbst singen würdest, dich aber nicht traust, weil dir z.B. deine Eltern gesagt haben, dass Singen keine Rechnungen bezahlt, dann ist das ein positiver Schattenaspekt.

Weil der Schatten ein grosses Potenzial für dich birgt, ist das etwas Positives, was du daraus ziehen könntest. Und der Schatten zeigt sich als wünschenswerte Projektion (Lieblings-Sängerin) in der Aussenwelt.

 

Der negative Schatten wird getriggert, wenn wir jemanden oder etwas unmöglich finden. Nimm dir irgendeinen Politiker, den du richtig bescheuert findest – und ich meine RICHTIG bescheuert -, dann kommst du (d)einem Schattenaspekt sehr nahe.

Wenn die eigene Reaktion stark und emotional aufgeladen ist, dann kann stark davon ausgehen, dass darin Energie gebunden ist und somit auf eine eigene unerlöste innere Anlage verweist. Sie weist auf deinen Schatten.

Schattenarbeit was ist das - Positiver und Negativer Schatten

Ob wir das sehen wollen oder nicht. Es ist für viele ausserhalb oftmals erkennbar. Man erkennt die Schattenaspekte anderer oft besser als die eigenen. Das alte Lied halt.

Das ist wohl die mühseligste Form der Schattenarbeit. Zumindest solange man sich weigert hinzusehen und es als Humbug abzutun. Denn der Schatten wird sich immer wieder melden.

Denn nur schon wenn wir uns vehement und wutentbrannt gegen ein solches Schattenthema oder das Ansprechen eines solchen wehren, zeigt das ja schon, wie sehr unsere Wut im Schatten liegt.

Sie lodert dann wie ein Buschfeuer oder eine Stichflamme. Unkontrolliert, ungerichtet, „unnütz“. Sie ist eine unerlöste Form des eigenen Charakters.

Das Behandeln dieses negativen Schattens wäre es nun, die Ursache für diese unerlöste Form zu finden und diese bewusst zu machen und aufzulösen. Ebenso kann es erforderlich sein, sich aktiv eine erlöste Form davon anzugewöhnen.

Das ist Schattenarbeit. Die Form davon, die ich am meisten mag. Weil wenn der Mensch sich mal geöffnet hat dafür, bereit ist in den Spiegel zu sehen und das Thema dahinter erkannt hat, kann eine enorme Energie wieder verfügbar werden!

Denn dein Buffet hat ja nun wieder MEHR auf dem Tisch als vorher, also dadurch ein grösseres „Angebot“, was man 1:1 gleichsetzen kann mit mehr Energie und mehr Möglichkeiten für das eigene Leben.

 

 

Ein konkretes Beispiel:

Stell dir vor, Peter hat immer wieder Probleme mit seinen Chefs. Er hat schon 3 mal seine Arbeitsstelle gewechselt und hat immer wieder Probleme mit dem Chef. Er findet, dieser kritisiere ihn zu sehr.

Wenn dieser Umstand immer wieder auftaucht mit ähnlichen Emotionen und ähnliche Gedankenmuster auslöst, dann darf man sich gerne auf die Suche nach einem Schattenaspekt darin machen.

Peter wurde womöglich früher von seinem Vater ständig kritisiert und hat dadurch ein Muster der inneren rebellischen Auflehnung ausgebildet gegen Autoritätspersonen.

Dadurch reagiert er (unbewusst) auf jede autoritäre Person in einer Führungsposition über ihm mit Auflehnung. Mal ganz pauschal gesagt. Natürlich kann das von Person zu Person sich ein wenig anders zeigen. Aber das Grundmuster aus der Kindheit ist Wut und Rebellieren.

Solange Peter nicht bereit ist, diesen Umstand als ein eigenes unbewusstes Muster anzusehen und zu konfrontieren, wird er mit Sicherheit immer wieder ähnliche Erfahrungen machen. Hier kommt das Gesetz der Resonanz zum Zuge.

Wir ziehen unserem Reifegrad entsprechende Dinge an. Nicht unbedingt immer was wir WOLLEN – was oft missverstanden wird beim Gesetz der Resonanz -, sondern was wir BRAUCHEN für unser Wachstum.

Peter könnte sich also uneinsichtig zeigen und das Ganze immer wieder in anderer Form durchleben oder sich in die Schattenarbeit und damit in die Konfrontation mit dem Schatten begeben.

Er kann in diesen Spiegel sehen, der ihm die Bedeutung seines Potenzials zeigt bzw. in die Richtung seines Potenzials deutet.

Das hiesse, dass er mit einem guten Begleiter herausfindet, wo der Ursprung dieses Schattenaspekts ist und diesen zu bearbeiten beginnt. Das kann mal schnell gehen und mal einen guten Prozess erfordern.

Hier wäre es wichtig, dass Peter sich bewusst wird, dass dies mit seinem Erleben des Vaters zusammenhängt. Er ist aufgefordert, das zu akzeptieren und einen Prozess der Versöhnung und Vergebung damit anzugehen.

Als Folge davon kann er diese Energien wieder freigeben vom Vater und seine eigene gebundene Energie wieder zur Verfügung bekommen. WENN er dann bereit ist, VOLL UND GANZ zu vergeben und das WIRKLICH loszulassen.

Und hier kann es sehr herausfordernd sein, wenn man ganz alte Schatten, die an Jahre der Konditionierung und Selbst-Konditionierung hängen. Wenn man nach 10 Jahren Schuld abschieben plötzlich die Verantwortung dafür zu sich nehmen muss, kann das schon auch enorme Widerstände auslösen.

Das ist schlicht normal und gehört zum Prozess. Aber nur wenn man echte und wahre Vergebung und Loslassen praktiziert, kann man sich dann von der Wurzel auf neu entscheiden für eine andere Lebensweise. Das erkläre ich schon im Video zum Mentoring.

Auch kommt womöglich eine Angst auf, wie das eigene Leben sein wird, wenn man diese Muster nicht mehr hat. Wenn man niemand anderen mehr beschuldigen kann ausser sich selbst. Denn der Trigger ist im eigenen Schatten primär.

Natürlich liefert der Chef eine gute Vorlage seinerseits für ein Triggern des eigenen Schattenthemas. Aber es ist immer noch unser Teil der Verantwortung, wie wir darauf reagieren. Es braucht immer zwei.

Jeder hat seinen Teil der Verantwortung wahr zu nehmen und muss lernen, damit zu arbeiten und sich zu entwickeln.

Wenn Peter nun also seinen Teil geleistet hat und das Thema mit dem Vater bereinigt hat, wird er sich nicht mehr dermassen vom Chef triggern lassen und wird eigenverantwortlich dem Chef das sagen können – auf erlöste Art und Weise -, was er wirklich denkt.

Als Folge davon wird er womöglich den Chef als gar nicht mehr so tragisch wahrnehmen oder sich klar und entschieden lösen können und beim nächsten mal einen (für sich) guten Chef erkennen können und sich für diesen entscheiden.

Wie geht Schattenarbeit? – Methoden

 

Als erstes muss ich betonen, dass für echte und verantwortungsvolle Schattenarbeit ein geschützter und vertrauensvoller Rahmen nötig ist!

Zumal die Schatten oft mit viel Energie aufgeladen sind und womöglich auch Angst machen, MUSS dieser Rahmen gewahrt werden.

Es soll ALLES Platz haben dürfen. Es gibt in dem Rahmen keine Tabus und keine No-Go’s! Zumal eben oft aus (egoistisch-)moralischen Erziehungen mit allen möglichen Verboten Schatten entstehen. Ich kenne keine Tabus.

Das gilt logischerweise nur für den Rahmen der Therapie. Jede Gesellschaft braucht gewisse Regeln für das Zusammenleben. Aber die Arbeit mit dem Schatten findet ausserhalb davon statt. (Was Freud scheinbar nicht verstand.)

Für mich ist das das A und O! Ausserdem muss der Begleiter/Coach/Therapeut sehr geübt sein im Umgang mit seinen eigenen Schatten. Was nicht heisst, dass man schattenfrei sein muss, aber man muss seine Themen enorm gut kennen und erkennen können, wann man selbst projiziert.

Das heisst, wann man selbst seine Themen in den Klienten hineininterpretiert. Da gilt es gut unterscheiden zu können bzw. zu lernen.

 

Als Methodik erweisen sich systemische Methoden als guter erste Herangehensweise. Womöglich aber auch nur reine Selbstreflektion als Einstieg.

Wie das aussieht? Nun, setz dich in Stille hin und reflektiere über dein Leben.

Peter könnte sich fragen, wer oder was in seinem Leben ihn immer wieder wütend gemacht hat, wie sein Chef. Wenn er sich kritisiert fühlt; wer oder was ihn ebenso fühlen liess.

Als systemische Erweiterung kann man dann das, was man gefunden hat, mal mit einem Stellvertreterobjekt in einen Raum stellen und es mal betrachten und auf sich wirken lassen.

„Was macht das mit mir…?“

 

Als weiterer erster Kontakt mit dem Schatten eignet sich Meditation.

Dabei würde ich von einer vorgegebenen Übung eher abraten. Am besten man setzt sich einfach in Stille hin und lässt hochkommen, was hochkommen will.

Am Anfang kann man sich vielleicht lange darüber ärgern, warum man nicht still sitzen kann oder sowas. Und zack! Schon hat man ein mögliches Thema.

„Warum soll ich denn stillsitzen müssen…? Wer oder Was verlangt das von mir? Welcher Teil von mir nervt das? Und warum?“

Mit einer fragenden und forschenden Haltung kommt man in Meditation womöglich schon ziemlich weit. Zumindest im Kennenlernen der Schattenaspekte.

Ich persönlich halte es dann für interessant für innere Rollen Ausschau zu halten. Dazu gehört auch das innere Kind oder die inneren Kinder. Wir haben mehrere solcher (archetypischen) Rollen in uns. Und sie sind oft Träger unserer Schatten.

Dazu kannst du dir gerne meine Podcasts anhören oder die zugehörige Meditation machen auf Upspeak, Spotify oder Apple Podcasts.

Wenn man wahrlich bereit ist, diesen Hinweisen offen und ehrlich zu folgen, dann wird sich womöglich schon viel tun können.

Für alles, was weiter in die Tiefe führt, ist ein begleiteter Prozess meines Erachtens fast unumgänglich.

 

Weitere (psycho-spirituelle) Wegweiser können Träume und die Traumanalyse sein oder allgemein die eigenen Seelenbotschaften (Seelen-Symbolik), zu welchen auch zum Beispiel Krankheitssymptome jeglicher Art gehören.

Dazu kann ich dir konkret anbieten, dass du in die Analyse-Gruppe auf Telegram oder direkt vor Ort nach Zürich kommst. Dort kannst du deine Seelenbotschaften direkt mit mir besprechen und Fragen stellen und erste Hinweise für mögliche Schatten und deren Potenziale bekommen.

Klar ist; dass ein Mensch nur in seine Ganzheit kommt und damit ein wahrhaftig se(e)liges Leben führen kann. Ansonsten wird man ein Leben lang von seinem inneren „Bösewicht“ verfolgt, der einen fluchen, ausrasten und depressiv werden lässt.

Der Held muss immer erst in den dunklen Wald, bevor er das Zauberschwert oder Elixier findet…

Eine konkrete Übung dazu könnte folgendermassen aussehen:

 

  1. Schreibe auf ein Blatt Papier alle Personen und Dinge, die dich am meisten beeinflusst haben in deinem Leben. Positiv wie negativ.
  2. Frag dich, ob diese Personen oder Dinge dich besonders positiv oder negativ geprägt haben. Markiere sie wenn nötig dementsprechend.
  3. Was denkst du genau über diese Personen/Dinge? Wie und was würdest du Freunden davon erzählen? Reflektiere und dann schreib alles auf.
  4. Nun nimmst du dir eine Person/Ding konkret und einzeln vor. Nimm dir Zeit und fühle rein. Lass die Gedanken und Gefühle darüber schweifen. Ganz offen und locker. Lass einfach alles zu. Womöglich legen sich dadurch schon die einen oder anderen Gedanken, wenn man lange genug dabei bleibt.
  5. Schreib Dinge dazu auf, die besonders hervorstechen. Erinnerungen, Emotionen, Worte, Sätze, Gedanken.
  6. Stelle dich dann vor einen Spiegel und sprich alles aus, was auf dem Papier steht oder beobachte dich im mindesten dabei, wenn du diese Gedanken usw. aktiv in dir hast.
  7. Du siehst dann womöglich, dass DU sie in dir trägst und den anderen IM MOMENT es nicht kümmert, dass es dir dabei schlecht geht. Bzw. dass der andere der Träger der positiven Dinge in dir sind. DU hast sie/bist es. Damit kannst du deinen Teil der Verantwortung direkt wahrnehmen.
  8. Wenn du es nicht sehen kannst/willst, ist das völlig in Ordnung. Dann kannst du die Übung bis hier hin immer wieder mal machen, sodass du dich damit anfreunden kannst.

Lass dir genügend Zeit für eine solche Erstkonfrontation mit dem, was da ist. Du hast keinen Druck oder Stress. Das kann Zeit und Geduld erfordern und die sollte man sich gönnen. Hier funktioniert kein Leistungsdenken mehr.

  1. Frag dich dann, in welcher Form du das, was du über den anderen denkst, auch über dich denkst und damit dir selbst antust. Oder wenn du ein Idol als Beispiel hast, welches Talent du auch haben könntest, was du diesem zuschreibst.
  2. Dort kannst du dann ansetzen und für dich einen möglichen Weg zu einer Lösung gestalten. Oder eben anfangen, einen Prozess der Vergebung/Erlösung einzuleiten. In Bezug auf dich und die andere Person.

Ein innerer Prozess lässt sich nur bedingt beschleunigen. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

 

 

Bitte melde dich unbedingt, wenn du deine Arbeit mit dem Schatten beginnen, deinen inneren Bösewichten erlösen und deinen Drachen reiten lernen willst. Wir finden bestimmt eine Lösung, die für dich passen kann.

 

Grüsse aus dem Lichtkegel in der dunklen Strasse

Silvan

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