Ein paar

Modelle

die ich als Fundament verwende.

SEIN & TUN

in ein paar Modellen ausgeführt

Das Lebensrad

Nach Bill Plotkin

Das Modell für eine Öko-Seelenzentrierte und Psycho-Spirituelle Entwicklung
(Quelle: Buch “Natur und Menschenseele”, Arun 2010)

Allgemeines

Einiges dürfte eigentlich selbsterklärend sein an dem Modell, trotzdem möchte ich ein paar Punkte weiter ausführen. Der Name unter der Bezeichnung der Phase ist eine Bezeichnung des Archetyps (nach C.G. Jung). Bestehend aus dem menschlichen Archetyp und einem örtlichen Archetyp.

Das Lebensrad ist im innersten Kreis in die 4 Himmelsrichtungen aufgeteilt. Warum? Weil auch diese eine symbolische Bedeutung haben.

Osten = Sonnenaufgang, Geburt, Sonne wird oft mit Gott/Geist verbunden
Süden = Feuer/Wärme, Leidenschaft, es lodert in uns
Westen = Sonnenuntergang, Seele, Abstieg ins Mysterium
Norden = Nacht, Ablösung vom Alten, Reduktion aufs Wesen-tliche

Die Übergänge der Phasen sind ebenfalls mit Namen gekennzeichnet. Ein paar davon dürften selbsterklärend sein, andere wiederum nicht.

Am WICHTIGSTEN dürfte die Seeleninitiation sein. Es ist der Übergang von der Selbstentwicklung zum Gemeinschafts-Fokus. Man hat seine Seelenaufgabe grundlegend verstanden und lernt nun diese in der oder für die Gemeinschaft nutzbar zu machen.

Diese (Initiations-)Rituale können vorallem in der Jugendphase entscheidend in der Ablösung von seiner alten Identität und dem Übergang in die nächste Lebensphase sein! Leider werden diese oft vernachlässigt oder gar nicht beachtet.

Der zentrale (psychospirituelle)Schwerpunkt kennzeichnet was gerade der wichtigste Fokus im eigenen Leben darstellt. Er bestimmt unser Innenleben und unseren derzeitigen Entwicklungsprozess, bzw. was uns gerade beschäftigt! Er kennzeichnet auch, wann wir bereit sind für die nächste Phase. Er kann eine Art Kompass sein, damit wir verstehen, wo wir gerade stehen.

Denn wenn wir bereit sind, wird sich der Schwerpunkt merklich verschieben. Entweder durch ein Initiations-Ritual (wenn es an der Zeit dafür ist) oder sonstige Erfahrungen mit der Seele.

Infos zu Bill Plotkin – Infos zum Buch

 

Die ersten 2 Phasen sind der frühen Kindheit zugeordnet bis zur Pubertät.

In diesen Phasen ist es essenziell, dass wir einfach anwesend sein dürfen und uns neugierig der Welt in unserem Tempo nähern dürfen. Alles ist neu und WUNDERvoll!

Ebenso müssen wir aber auch auf diverse Gefahren aufmerksam gemacht werden und uns die kulturellen Gegebenheiten ansehen und uns auch ein wenig anpassen lernen. Wir können als Kinder nicht einfach alles wissen. Da ist die (weltliche) Erfahrung unserer Eltern und den Erwachsenen im Umfeld unabdingbar. Immerhin sind wir „neu“ in dieser Welt. Wiedergeborene „Neuankömmlinge“. Wir dürfen ein gesellschaftsfähiges Ego als Erstidentität bilden. Denn uns ist ja auch noch nicht bewusst, was wir eigentlich sind. Erst durch die (Selbst-)Erfahrung lernen wir, dass wir Seelen in menschlichen Körpern sind.

Stichworte der ersten Phase sind:

  • Offenheit
  • Lernen
  • Nichtanhaftung
  • im Moment sein
  • Einfachheit

 

In der zweiten Phase wird es dann schon wichtiger den Kreis seiner Identität zu erweitern. Das Kulturelle wird immer wichtiger bis es dann in der Pubertät fast die Überhand nimmt. Die eigenen Gefühle werden wichtiger, weil wir uns selbst immer bewusster werden als Individuum. Die Interessengebiete werden natürlicherweise immer weiter und grösser. Je nach seelischer Reife will ein Kind sich vielleicht schon an die „grossen Fragen“ des Menschen heranwagen; Wer bin ich? Woher komm ich? Warum bin ich hier? (siehe dann Phase 3 & 4)

Stichworte zur zweiten Phase:

  • Menschliche Werte
  • Geschichte
  • Sozialer Umgang
  • „Wissen“ im weniger schulischen Sinne
  • Familie und Kultur (langsam)
Die Phasen 3 und 4 sind für uns in der heutigen Gesellschaft enorm wichtig!

Warum? Weil wir seelisch gesehen eine sehr jugendliche Gesellschaft sind. Woran sich zeigt? Am zentralen Schwerpunkt unserer Gesellschaft. Schau dich um. Von überall her hagelt es Sexualität und (rebellische) Gewalt (Aggressionsprinzip). Keine Geschichte kommt ohne sie aus. Beide zeigen in der heutigen Form eine stark unerlöste Seite. Die erlöste Form würde zu einem authentischen und selbstbewussten Ego führen. Ein Ego, welches sich gerne zeigt und aber auch „ohne weiteres“ lernen kann demütig zu sein, weil es ihm/ihr an nichts fehlt – weltlich gesehen.

Die WICHTIGSTEN Punkte für die Jugendphase ist:

Authentizität & Anerkennung

Authentizität in Bezug auf sich selbst – als Gefühl von in sich richtig sein. Und Anerkennung (Zugehörigkeit) in Bezug auf seine Umwelt – als Gefühl von ich habe meinen wertgeschätzten Platz in der Gesellschaft.

Die Sexualität wäre dann die Suche nach dem eigenen Platz in Bezug (Beziehung) auf andere und die Gewalt eine Suche nach der Macht in sich – eine Freiheit sich selbst sein zu dürfen. Was sonst mit Rebellion und eben Gewalt erzwungen werden muss. Es wäre also die Aufgabe der ganzen Gesellschaft, sich dem zu nähern. Als Kinder, als Eltern, als Politiker, als Chefs, als Mitarbeiter usw. Denn erst dann sind wir WIRKLICH bereit für folgendes… (4. Phase)

Stichworte der 3. Phase sind:

  • Konfliktlösung
  • Selbständigkeit
  • Sex und sexuelle Beziehungen
  • Status
  • Mensch & Natur
  • Emotionale Fähigkeiten
  • Eigene Werte

 

Die 2. Jugendphase und somit 4. Phase des Lebensrads wäre dann erst das Einläuten zu Seelenerfahrungen und damit zur Spiritualität. Es wäre also enorm wichtig, dass wir uns ganzheitlich entwickeln oder sogar zuerst psychisch entwickeln, bevor wir uns an spirituelle Praxis wagen. Wenn es zu sehr verfrüht erwzungen wird, können sich Seeleninhalte „gegen“ einen wenden und einen überwältigen. Was C.G. Jung Inflation nannte. Man hat sich in Gefilde vorgewagt, für welche man noch nicht bereit war. Klar hat schlussendlich alles seinen Wert und seine Wahrheit, aber da darf man sich schon fragen, ob man wirklich einen solch „harten Weg“ einschlagen will. Denn die psychische Entwicklung wird früher oder später ihren Tribut fordern. Da gibts genügend Nachweise.

Schattenarbeit setzt typischerweise zwischen diesen beiden Phasen an. Sie lädt in einer softeren Form dazu ein die Themen der Kindheit und frühen Jugend anzuschauen und abzuschliessen und aber auch die harten Brocken der 4. Phase (späte Jugend) anzuschauen, welche noch das „Gold der Seele“ verdecken. Der eigene „Drache“ kommt in Phase 4 zur Bedeutung. Denn der ist archetypischerweise dein Endgegner! Bitte unterschätz das nie! Aber trotzdem darf man sich mutigen Schrittes zur Höhle des Drachen aufmachen!

Wenn der Abstieg zur Seele und zum Drachen gelungen ist und man diesen (symbolisch) reiten gelernt hat, ist man (archetypischerweise) in seine Seele initiiert worden. Man hat durch diesen Prozess seine alte (kindlich-jugendliche) Identität abgelegt und sich seiner Seele und damit seinem Seelenweg und dem Dienst am Ganzen orientiert.

Stichworte der 4. Phase:

  • Das „Zuhause“ verlassen
  • Kindheit abschliessen/loslassen
  • Die Heldenreise(!)
  • „Heilige Wunde“ erforschen
  • All-Ein(s) sein lernen
  • Achtsamkeit lernen
  • Erkunden der Mysterien
In der 5. und 6. Phase gehen wir bei unserer Seele in die Lehre.

Zumal ab der Seeleninitiation tatsächlich ein total neues Leben beginnt, muss man auch nochmals ganz neue Dinge lernen. Was will mir meine Seele eingeben und wie macht sie das? Wie drückt sich meine Seele und damit mein Seelenweg aus in der Welt? Was hab ich zu geben? Hier erfolgt wie eine zweite Geburt. Wovon auch viele mystische Traditionen sprechen. Tod & Wiedergeburt geschah mit dem Abschluss der 4. Phase und nun kommt mit der (seelisch) zweiten Hälfte des Lebens eine Geburt in ein neues Leben! Hier gelten immer weniger weltliche Regeln sondern immer mehr geistig-spirituelle. Wir richten uns „höher“ aus als vorhin.

Also stellt sich hier logischerweise die Frage, was ich in den Dienst an dem Ganzen stellen möchte? Hier können weiterhin Mysterienschulen wie Numerologie, Astrologie oder Human Design weitere Hinweise liefern. Aber vorallem darf man lernen seine innere Führung weiter zu kultivieren und in den Vordergrund zu stellen. Man lässt sich immer mehr von der geistigen Welt führen, anstatt seine eigenen (Ego-)Vorstellungen durchzudrücken. Was natürlich auch seine Zeit dauern kann. Das ist aber völlig normal und in Ordnung.

Stichworte für die 5. Phase:

  • Fähigkeiten für Seelenarbeit finden & entwickeln
  • Weitere Erforschung der Seele(-nweg)
  • Neue Identität seelenzentriert ausdifferenzieren
  • Kulturelle Umgebung für Seelenarbeit finden

 

Wenn man dann schon einige Zeit (relativ) bei seiner Seele in die Lehre ging und seine Seelengaben gut kennt und umsetzen kann, darf man sich auch durch die Umsetzung derer an die Schaffung neuer Systeme wagen. Ein Lehrer entwirft vielleicht ein neues Lehrmodell aufgrund seiner Erkenntnisse. Ein ganzheitlicher Architekt wird Vorreiter für die Schaffung menschen- und naturgerechter Lebensräume. Ein Bauer richtet sich an der Schaffung von naturgerechten Permakulturen aus und entwickelt dort eigene Systeme. Und so weiter.

Das ganze Leben spricht immer mehr die Sprache der Seele und damit auch eine ganzheitliche. Das eigene Sein wird immer mehr der Ausdruck von einem weltlichen Menschen, der seine geistige Herunft kennt und lebt. Gleichzeitig kultiviert er/sie auch weiter seine/ihre individuelle Seelenentwicklung oder (psycho-)spirituelle Praxis.

Stichworte für die 6. Phase:

  • Minimaler Eingriff in die Natur
  • Schaffung & Unterstützung von (seelenzentrierter) Innovation
  • Eigener Seelenweg kultivieren
  • Höhere Ausrichtung in Allem
Mit der Phase 7 und 8 nähern wir uns wieder mehr unserer Herkunft. Mit allem, was dazu gehört.

Aber vorerst darf man sich nun wahrlich Meister und Lehrer nennen. Denn in der 7. Phase wird man sich um die Weitergabe seines Wissens widmen dürfen, welches sich nun auch mit Erfahrung verbunden hat und damit zur „Gewissheit“ und Weisheit wurde. Der Meister/die Meisterin hat schon geleistet, was er/sie konnte auf der weltlichen Ebene und darf sich nun wieder mehr der Gemeinschaft zuwenden und auch der „Erziehung“. Nicht umsonst hatte früher praktisch jede Kultur ihren Weisen- und Ältestenrat. Warum eigentlich heute nicht mehr? Eigentlich sollte die Landesregierung besetzt sein mit den weisesten Menschen, die das Land kennt. Hingegen sind wir heutzutage viel eher von Machthunger und (jugendlicher) Selbstdarstellung umgeben als von wahrer Weisheit. Kein Wunder hat die Politik den Ruf, den sie hat. Öko- und seelenzentrierte Menschen sind eine echte Rarität (geworden) in diesen Positionen.

Hier darf man sich gerne an den Versuch erinnern, den Platon mit dem „Philosophenstaat“ unternahm. In dieser 7. Phase sollten wohl die „Machthaber“ zu finden sein. Denn diese interessiert Macht nicht mehr. Sie haben schon lange die Macht über sich und ihr Leben. Was ihnen mehr als ausreicht. Und zumal sie diese wieder mehrheitlich abgaben an unseren Schöpfer, wissen sie auch, wer hier wirklich „das Sagen hat„.

 

Stichworte in Verbindung mit Phase 7:

  • Lehren und Führen
  • Weitergabe von Wissen und Weisheit
  • Jugendliche und Kinder begleiten
  • Gleichgewicht von geistig-weltlich halten

 

Was tut man, wenn man „alles gesehen“ hat? Richtig, darüber schmunzeln. In der letzten Phase wird man wohl immer noch soweit lehren, wie es einem bestimmt ist und sonst einfach sich nach und nach wieder der kindlichen Unschuld nähern. Denn leisten kann und muss man nichts mehr. Wir werden wieder immer mehr wie die Kinder in der ersten Phase. Nur dass wir nun wissen, was vor uns und hinter uns liegt. Wir bereiten uns in aller Form wieder darauf vor zurückzugehen und mit allem abzuschliessen und das Leben einfach noch zu geniessen in den letzten vollen Atemzügen. Würdevoll abgehen, auf gut Deutsch ;-).

Stichworte zur 8. Phase:

  • Weiter beraten und begleiten
  • Zur Unschuld zurückkehren
  • Abschliessen & Loslassen
  • Geniessen und beobachten
  • Vorbereitung auf den Tod

Die Heldenreise

Nach Joseph Campbell

Das Modell der Heldenreise stammt von Mythenforscher Joseph Campbell.

Nach Jahrelangem Studium aller Weltmythen fand er in den Geschichten ein Muster, das sich herauskristallisierte. Er nannte dieses Muster den Monomythos oder eben die Heldenreise.

Offenbar hat sich diese Erzählstruktur unabhängig auf der ganzen Welt etabliert in den verschiedensten Kulturen. Scheinbar hat diese Struktur also etwas archetypisches. Heisst, dass sie auf eine Weise im Menschen selbst verankert ist.

Joseph Campbell selbst (mich eingeschlossen) war überzeugt, dass dies kein reiner Zufall war, sondern mindestens einen psychologischen oder sogar einen noch höheren Ursprung haben muss.

Psychologisch gesehen spricht jede dieser Heldengeschichten von einer radikalen (inneren) Wandlung der Heldenfigur. Somit ist dieses Muster wirklich in jedem Menschen vorhanden, denn jeder Mensch wandelt sich im Kleinen und Grossen unzählige Male in seinem/ihrem Leben.

“Höher” oder spirituell gesehen spricht die Heldenreise fast immer von einer Verbindung mit dem Göttlichen bzw. dem eigenen göttlichen Kern. Der eigenen höheren Bestimmung oder Gabe auf Erden.

Das sind die absoluten Grundaussagen, wie ich sie formulieren und zusammenfassen würde. Im Shop ist noch ein eBook veröffentlicht, welches dazu auf wenigen Seiten die Thematik weiter beleuchtet und komprimiert.

Ich benutze das Modell manchmal als Orientierung.
An welchem Punkt der Reise steht man an?
Was sind die Herausforderungen?
Gibt es gute Vergleiche zur Veranschaulichung aus den Geschichten?
usw.

Es ist erstaunlich, wie gut die alten Mythen und teils auch neuen Geschichten die menschlichen Stationen innerer Wandlung zeichnen und als Metapher gebraucht werden können. Sogar visionäre oder “schizophrene” Zustände lassen sich in symbolischer Form finden und sind vielleicht sogar die Wurzel vieler der grössten Geschichten überhaupt gewesen!

Aber wie gesagt, dazu gibt es mehr zu erfahren im eBook. Die Bücher von Joseph Campbell und anderer oben aufgeführter Persönlichkeiten sind natürlich auch sehr aufschlussreich. Ausserdem gibt das Lebensrad selbst und das Buch von Bill Plotkin „Natur und Menschenseele“ exzellente Auskunft über den Zeitpunkt, wann die Heldenreise am relevantesten im Leben ist. Und zwar in Phase 4 – kurz vor der Seeleninitiation.

Das SEIN

[…]

Es gibt kein Modell für den geistigen inneren Frieden. Zumindest kein ausreichendes und allgemeingültiges meiner Meinung nach. Nur verschiedenste Herangehensweisen und innere Bilder, die helfen können bei der Erreichung dieses Zustandes. Die effektivste Methode, die ich dazu kenne, ist schlicht alles wegzulassen, was einen davon abhält in die Stille zu gehen. Ganz nach Via Negativa, die ich auch im Weg der Stille lehre. Vielleicht kann dir aber der Grundsatz der Mystik ein besseres Verständnis davon liefern.

A perfectly clear Mind is like a mirror. It grasps nothing, it refuses nothing, receives everything but does not keep.
- Alan Watts

Frag mich, nur zu!

Frag mich gerne alles, was dir auf dem Herzen liegt.
Fragen kost nix und darf sich immer erlaubt werden.