Meine Philosophie - Woher ich meine Schlüssel habe

Meine Philosophie

Warum ich es nie jemandem “recht machen” werde

Wenn ich meinen Ansatz benennen müsste, würde ich sagen er ist ein Mix aus humanistisch, tiefenpsychologisch, schamanistisch, alchemistisch, spirituell, buddhistisch, freigeistig und philosophisch. Aber tatsächlich spielen auch Erkenntnisse aus den neuen Wissenschaften mit.

Aber du willst jetzt vielleicht wissen, warum ich es nie jemandem recht mache, stimmt’s?

Nunja erst einmal wollte ich es früher zu lange allen anderen recht machen…

Natürlich sind dies bei Weitem nicht alle Menschen, die mich bereichert und beeinflusst haben.
Auch zu erwähnen sind:

  • Die jungschen Analytiker
  • Neale Donald Walsch
  • Joseph Campbell
  • Die Dozenten der Dr. Bock Akademie
  • Nassim Haramein
  • Ruediger Dahlke
  • Eckhart Tolle
  • Die Lehrer des Buddhismus
  • die “THRIVE”-Community
  • viele Freunde und Verwandte

Die Heldenreise

nach Joseph Campbell

Das Modell für tiefe menschliche Wandlung

(Quelle: Buch “Der Heros in tausend Gestalten”, Insel Verlag 2018)

Meine Philospohie
Meine Philospohie

Weitere Erläuterungen zur Heldenreise

Das Modell der Heldenreise stammt von Mythenforscher Joseph Campbell.

Nach Jahrelangem Studium aller Weltmythen fand er in den Geschichten ein Muster, dass sich herauskristallisierte. Er nannte dieses Muster den Monomythos oder eben die Heldenreise.

Offenbar hat sich diese Erzählstruktur unabhängig auf der ganzen Welt etabliert in den verschiedensten Kulturen. Scheinbar hat diese Struktur also etwas archetypisches. Heisst, dass sie irgendwie im Menschen selbst verankert ist.

Er selbst (mich eingeschlossen) war überzeugt, dass dies kein reiner Zufall war, sondern mindestens einen psychologischen oder sogar einen noch “höheren” Ursprung haben muss.

Psychologisch gesehen spricht jede dieser Heldengeschichten von einer radikalen (inneren) Wandlung der Heldenfigur. Somit ist dieses Muster wirklich in jedem Menschen vorhanden, denn jeder Mensch wandelt sich im Kleinen und Grossen unzählige Male in seinem/ihrem Leben.

“Höher”, oder nennen wir es mal spirituell, gesehen spricht die Heldenreise fast immer von einer Verbindung mit dem göttlichen bzw. dem eigenen göttlichen Kern. Der eigenen höheren Bestimmung oder Gabe auf Erden.

Das sind die absoluten Grundaussagen, wie ich sie formulieren und zusammenfassen würde. Auf Patreon wird noch ein eBook veröffentlicht, welches dazu auf wenigen Seiten die Thematik weiter beleuchtet und komprimiert. (oder im Shop)

Ich benutze das Modell als Orientierung.
An welchem Punkt steht man an?
Was sind die Herausforderungen?
Gibt es gute Vergleiche zur Veranschaulichung aus den Geschichten?
usw.

Es ist erstaunlich, wie gut die alten Mythen und teils auch neuen Geschichten die menschlichen Stationen innerer Wandlung zeichnen und als Metapher gebraucht werden können. Sogar visionäre oder “schizophrene” Zustände lassen sich in symbolischer Form finden und sind vielleicht sogar die Wurzel vieler der grössten Geschichten überhaupt gewesen!

Aber wie gesagt, dazu gibt es mehr zu erfahren auf dieser Seite oder auf Patreon. Die Bücher von Joseph Campbell und anderer oben aufgeführter Persönlichkeiten sind natürlich auch sehr aufschlussreich.

Die Ausgangsposition ist als jetziger Moment/Situation zu verstehen, in welchem es scheinbar ein Problem oder eine Unzufriedenheit gibt.

Entscheidung

Zwischen der Ausgangsposition und der Entscheidung gibt es wohl am meisten Unsicherheiten und “Hin und Her“. Man weiss nicht genau, ob man nun wirklich etwas ändern soll oder ob es doch “nicht so schlimm” ist.

Erst wenn man die klare Entscheidung zur Veränderung getroffen hat, fängt eigentlich die Heldenreise in dem Sinn an, obwohl natürlich der Prozess dazwischen, wie oben gesagt, auch schon dazu gehört, aber ab hier gibt es scheinbar kein zurück mehr. Was man auch in meinem eBook zur Heldenreise nachlesen kann.

Damit beginnt der “Abstieg” zur (Seelen-)Tiefe.

Nach Joseph Campbell’s Modell heisst diese Station: Überquerung der Schwelle (Trennung).
Ich habe die Begriffe hier absichtlich einfacher formuliert.

Wandlung

Nach dem Drachenkampf und anderen grossen Herausforderungen mit den eigenen Schattenthemen, findet man dann den Schatz, für welchen man ursprünglich abgereist ist. Der Schatz kann Erkenntnis, eine neue Fähigkeit, ein neues Lebensgefühl, innerer Friede, “Erleuchtung” usw. sein.

Man ist ein anderer Mensch als vorher.
Man hat sein altes Leben hinter sich gelassen und hat ein neues gestaltet.

Nach Joseph Campbell’s Modell heisst diese Station: Initiation.
Siehe auch in meinem eBook zur Heldenreise.

Integration

Mit einem neuen Leben lebt es sich erst einmal wahrscheinlich grossartig! Alles ist neu und “glänzt”.

Die Schwierigkeit wird es nun sein, dieses neue Leben mit dem Alltag zu verbinden, welcher vielleicht voller Unverständnis ist für das neue Leben, aber auch auf Euphorie und Bewunderung treffen kann. Man bekommt also vielleicht die geballte Ladung fremder Emotionen ab. Damit gilt es umgehen zu können.

Vieles wird sich hier nochmals anpassen müssen oder wie ich in meinem Blog schrieb: “Der Garten wird sich von selbst jäten.”

Was noch zu dir und deinem neuen Leben gehört, wird bleiben, was nicht, wird gehen.

Nach Joseph Campbell’s Modell heisst diese Station: Rückkehr.
Das eBook ist erhältlich auf Patreon.

Das Lebensrad

nach Bill Plotkin

Das Modell für eine Öko-Seelenzentrierte Entwicklung

(Quelle: Buch “Natur und Menschenseele”, Arun 2010)

Meine Philosophie Lebensrad
Meine Philosophie Lebensrad

Weitere Erläuterungen zum Lebensrad

Einiges dürfte eigentlich selbsterklärend sein, trotzdem möchte ich ein paar Punkte weiter ausführen.
Der Name unter der Bezeichnung der Phase ist eine Bezeichnung des Archetyps (nach C.G. Jung).
Bestehend aus dem menschlichen Archetyp und einem örtlichen Archetyp.

Das Lebensrad ist im innersten Kreis in die 4 Himmelsrichtungen aufgeteilt. Warum? Weil auch diese eine symbolische Bedeutung haben.

Osten = Sonnenaufgang, Geburt, Sonne wird oft mit Gott/Geist verbunden
Süden = Feuer/am wärmsten, Leidenschaft, es brodelt in den Körpern
Westen = Sonnenuntergang, Abstieg, Mysterium, Seele
Norden = Nacht, Ablösung vom “Menschsein”, zurück zu Ganzheit

Was mit Sicherheit interessant sein dürfte, ist, dass mit allen Phasen in der ersten Hälfte (1-4) der Fokus immer auf die Selbstentwicklung fixiert ist.

Hingegen in der zweiten Hälfte (5-8) der Fokus auf das Aussen oder die Gemeinschaft gerichtet ist.

Die beiden Hälften sind geteilt durch die Seeleninitiation und der Geburt/dem Tod.

Die Übergänge der Phasen sind ebenfalls mit Namen gekennzeichnet. Ein paar davon dürften selbsterklärend sein, andere wiederum nicht.

Am wichtigsten dürfte die Seeleninitiation sein. Es ist der Übergang von der Selbstentwicklung zum Gemeinschafts-Fokus. Man hat seine Seelenaufgabe grundlegend verstanden und lernt nun diese in der oder für die Gemeinschaft nutzbar zu machen.

Diese (Initiations-)Rituale können vorallem in der Jugendphase entscheidend in der Ablösung von seiner alten Identität und dem Übergang in die nächste Lebensphase sein! Leider werden diese oft vernachlässigt oder gar nicht beachtet.

Der zentrale (psychospirituelle) Schwerpunkt kennzeichnet was gerade der wichtigste Fokus im eigenen Leben darstellt. Er bestimmt unser Innenleben und unseren derzeitigen Entwicklungsprozess, bzw. was uns gerade beschäftigt! Er kennzeichnet auch, wann wir bereit sind für die nächste Phase. Er kann eine Art Kompass sein, damit wir verstehen, wo wir gerade stehen.

Denn wenn wir bereit sind, wird sich der Schwerpunkt merklich verschieben. Entweder durch ein Initiations-Ritual (wenn es an der Zeit dafür ist) oder sonstige Erfahrungen mit der Seele.

Ich werde in den weiteren Erläuterungen der Phasen den Identitätskreis und die Unteraufgaben noch miteinbeziehen. Der Identitätskreis bezieht sich darauf, was der Mensch in dieser Phase alles von seinem Umfeld miteinbezieht in seinen Fokus und seine Entwicklung. Die Unteraufgaben sind der Aufgabe zugeordnet und sind eine detaillierte Erklärung davon. Das kommende eBook auf Patreon wird eine komplette Beschreibung umfassen.

Diese Phase ist ganz klar am meisten geprägt durch die Eltern und das sonstige Umfeld.

Somit zielt eigentlich auch die Aufgabe auf die Pflicht der Eltern.
Die Unschuld des Kindes bestmöglich zu bewahren und
es dabei zu unterstützen ein gesundes, intaktes und kulturell lebensfähiges Ego zu bilden.

Identitätskreis: unendlich bis selbstzentriert

(keine Unteraufgaben, darum füge ich ein paar charakteristische Eigenschaften der Phase an)

  • Offenheit für die Welt
  • tiefes Lernen
  • vollkommen dem Augenblick ergeben
  • Nichtverhaftung
  • Einfachheit

Identitätskreis: soziozentriert (näheres Umfeld)

Unteraufgaben:

  1. Den Zauber der natürlichen Welt entdecken. Die vier Reiche der Natur:
    • Die wilde Natur (die mehr-als-menschliche Welt)
    • Den menschlichen Körper (einschliesslich der fünf Sinne)
    • Die Vorstellungskraft (Träume und spontane Imaginationen)
    • Gefühle
  2. Kulturelle Formen erlernen
    • Soziale Praktiken
    • Werte
    • “Wissen” (weniger im schulischen Sinne)
    • Geschichte
    • Mythologie
    • Kosmologie unserer Familie und Kultur

Ob man das sehen will oder nicht; die meisten unserer krankhaft jugendlichen Gesellschaft stecken in der Phase 3 oder 4 fest. Man beachte den ausschlaggebenden zentralen (psychospirituellen) Schwerpunkt. Aber auch alle anderen Aufgaben und Fokusse weisen darauf hin. Denk darüber nach. Die Stichworte sind Zugehörigkeit & Authentizität um die es in der Phase 3 primär geht.

Identitätskreis: ethnozentriert (Gesellschaft/Land)

Unteraufgaben:

  • Die Erkundung der Werte und das Erlernen der für soziale Authentizität notwendigen Fertigkeiten
  • Emotionale Fähigkeiten: Zugang zu den eigenen Gefühlen, Einsicht, Handeln und Erhellung
  • Die Kunst der Konfliktlösung (innere & äussere Konflikte)
  • Die zur Statuszuweisung benötigten Fähigkeiten
  • Die für Sex und sexuelle Beziehungen benötigten Fähigkeiten
  • Die Fähigkeit sich selbst zu versorgen
  • Das Studium der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur sowie ökologische Verantwortung
  • Den “Treuen Soldaten” zu Hause willkommen heissen

Identitätskreis: weltzentriert

Wir unterscheiden 2 Aufgaben

Aufgabe 1: das Zuhause verlassen (jugendliche Identität aufgeben)

  1. Die für eine physische, psychologische und soziale Selbständigkeit notwendigen Fähigkeiten verfeinern
  2. Die Verhaftung an unsere jugendliche Identität aufgeben
    • Entwicklunsdefizite aus früheren Phasen bearbeiten
    • Abhängigkeiten aufgeben
    • Die “heilige Wunde” erforschen
    • Lernen, Authentizität über soziale Akzeptanz zu stellen
    • Mit der Vergangenheit Frieden schliessen
    • Die Kunst der Ent-Identifizierung mittels meditativer Praktiken erlernen

Aufgabe 2: Die Erkundung der Mysterien von Natur und Seele

  1. Eine Reihe von “Soulcraft”-Techniken erlangen und entwickeln (z.B. Traumarbeit, Redestabrituale, selbstgestaltete Zeremonien, Dialoge mit der Natur, Tiefenimagination, Trancetrommeln und Trancetanz, Empfänglichkeit für Zeichen und Omen, Seelendichtung, symbolische Kunst, die Verwendung von Pflanzen, Fasten, Spurenlesen)*
  2. Die Kultivierung einer seelenvollen Beziehung zum Leben.
    Praktiken und Disziplinen, welche diese Aufgabe unterstützen:
  • Die Kunst des Alleinseins
  • Die Natur als Spiegel der Seele entdecken
  • In der Natur wandern
  • Die Fragen der Seele leben
  • Sich dem eigenen Tod stellen
  • Die Kunst der Schattenarbeit
  • Die Kunst romantischer Liebesbeziehungen
  • Achtsamkeitsübungen
  • Dienende Arbeit
  • fortgeschrittene Arbeit mit dem Treuen Soldaten; ins Feuer gehen
  • Die vier Dimensionen des Selbst entwickeln
  • Die Welt preisen
  • eine persönliche Beziehung zum Geist entwickeln
  • die Kunst, sich zu verirren
  • Mit der Dunkelheit Freundschaft schliessen
  • Projektionen zurücknehmen

*Soulcraft ist ein Konzept zur selbständigen Entwicklung eines öko-seelenzentrierten Lebens von Bill Plotkin

Der Treue Soldat und die heilige Wunde sind Konzepte u.A. hier aus der Arbeit von Bill Plotkin, welche im eBook oder in zusätzlichen Videos erläutert werden.

Identitätskreis: ökozentriert (gesamtes Ökosystem)

Unteraufgaben:

  • Eine oder mehrere kulturelle Umgebungen für die Seelenarbeit identifizieren
  • Die für die Seelenarbeit benötigten Fertigkeiten entwickeln (ein Umsetzungssystem erwerben) und diese Arbeit in der eigenen Gemeinschaft ausführen
  • Die weitreichende Erforschung des Seelenbilds oder der Seelengeschichte und der Natur der Seelenkräfte
  • Die in der Seele verwurzelte Individuation der Persönlichkeit (das Ego in Bezug zur Seele ausdifferenzieren und nicht wie zuvor in Bezug zur Gesellschaft)

Identitätskreis: ökozentriert ganzheitlich (tiefenökologisch)

Wir unterscheiden 2 Aufgaben

Aufgabe 1: die Schaffung und Einführung innovativer Umsetzungssysteme für die Seele

Aufgabe 2: fortgeschrittene Kultivierung und Integration der vier Dimensionen des Selbst

Identitätskreis: von ökozentriert zu kosmozentriert

(Aufgabe: für die Seele der mehr-als-meschlichen Gemeinschaft sorgen [“Weltenseele”])

Beispiele:

  • Die Unschuld von Kindern zu schützen und zu nähren
  • Jugendliche beratend zu begleiten und zu initiieren
  • Erwachsene in ihrer Seelenarbeit zu beraten und zu begleiten
  • Die Evolution oder Transformation der Kultur zu leiten
  • Das Gleichgewicht zwischen der menschlichen Kultur und der umfassenderen Erdgemeinschaft aufrecht zu erhalten

Meiner Meinung nach sollten hier die Politiker und Führer eines Landes gesucht werden. Offensichtlich.

Identitätskreis: geistzentriert oder kosmozentriert

NichtAufgabe: für das Universum sorgen

Beispiele:

  • Weisheit mit anderen teilen
  • Die Abstimmung des menschlichen auf das kosmologische Reich
  • Mit Hilfe einer anhaltenden, imaginalen Präsenz beraten und begleiten
  • Vorbereitung auf den Tod