Emotion als Wegweiser - Was dir deine Emotionen mitteilen
Die Stille und ihr Gegenpol – Folge 7
2. Januar 2020
 

Emotion als Wegweiser



Gerade in der Welt der spirituellen Lehrer und Gurus bekommt man immernoch viel zu oft zu hören, dass man Emotionen zusammen mit dem Ego eliminieren oder verhindern soll, oder irgendsowas in die Richtung.

Auf jeden Fall soll Emotion nicht sein oder weg kommen.

Ich hingegen denke, dass Emotionen ein sehr guter Wegweiser sein können.

Du fragst dich, wie das gehen soll?

Nun stell dir mal vor, dir geht eine Person oder besser gesagt ihr Verhalten(!) schon lange total auf den Sack! Irgendetwas stört dich einfach brutal! Aber du entscheidest dich immer wieder dafür, das lieber nicht anzusprechen, um der Konfrontation und den Konsequenzen davon zu entgehen. Kennt mit Sicherheit jeder! (Ich auch. sehr gut sogar!)

Irgendwann wird dann der Zeitpunkt kommen, in dem es dann einfach plötzlich herausbricht. All die Wut oder all die Trauer, oder auch die Euphorie, wenn man zu lange jemandem seine Liebe verschwiegen hat oder zu lange seinem inneren Ruf nicht gefolgt ist.

Was passiert dann? Diese Emotion überkommt einen wie eine Flutwelle, weil man es zu lange unterdrückt hat. Das ist eher selten besonders erlöst und oft einfach "zu viel". Für sich selbst und für den anderen.
ABER: die Emotion hat dich dazu gezwungen ehrlich zu sein. Endlich!

Die Emotion hat dich dazu gebracht, dass endlich die Maske fällt und ihr beide diese Situation zwischen euch endlich anschauen und klären müsst. Weil man sich zu lange davor gedrückt hat, es selbst zu initiieren. Beziehungsweise weil wir dem Denken, dem Verstand die Entscheidung überlassen haben, anstatt auf unser Gefühl zu hören.

Die Emotion hat uns also eigentlich dahin geführt, dass wir Klarheit in unser Leben bringen dürfen. Ehrlich mit sich selbst und ehrlich mit anderen zu werden. Denn nur dann trennt sich auch schneller die Spreu vom Weizen und wir können schneller alles erkennen und loslassen, was nicht in unser Leben gehört.

Denn erst wird uns wohl ein Gefühl oder die Intuition den ersten Hinweis liefern. Wenn wir dem nicht folgen und lieber dem Verstand die Entscheidung überlassen, dann wird die Intuition erst einmal verdrängt. Und das geschieht vielleicht noch ein paar Mal in ähnlichen oder gleichen Situationen.

Aber irgendwann muss der Körper (Herz-/Bauchintelligenz) schwerere Geschütze auffahren, damit wir uns ENDLICH dazu entscheiden können hinzusehen. Also reicht ein (feines) Gefühl nicht mehr aus. Es muss eine (Ur-)Emotion her!

Nur diese hat genügend Power und (ein-)Dringlichkeit, damit wir uns selbst aufrütteln können. Denn von Emotionen werden wir ja tatsächlich oft "geschüttelt", oder?

Und dann sind wir gezwungen hinzuschauen.

Auch hier erweist sich die Psychosomatik als ein weiteres mal sehr wahr und nützlich. Wenn etwas im Innen nicht angeschaut und gelöst (erlöst) werden kann, muss es auf die Körperbühne wechseln, wie es Ruediger Dahlke so schön sagt. Der Körper spiegelt uns das Problem zurück. Dasselbe geschieht bei Krankheit oder Unfall. Nur muss man dann im Sinne von "Krankheit als Symbol" (R.Dahlke) diesen Zustand umständlicher deuten, als wenn man Anfangs schon der Intuition vertraut hätte.

Also geht ein Thema scheinbar grundsätzlich immer von einer "feinen" Botschaft, der Intuition, bis hin zu einer "lawinenartigen" Botschaft, der Emotion. Bis wir das Thema endlich anschauen und bearbeiten.

Macht das Sinn?
 
 
Was kann man nun also tun, wenn man das Gefühl(!) hat, dass sich gerade eine Intuition gemeldet hat?

Du hast vielleicht gemerkt; wenn du schon ein Gefühl hast, dann ist es klar, dass das eine Botschaft ist, oder?

Die Frage ist nun; hast du schon gespürt, in welche Richtung diese Botschaft geht? Ja? Dann tu es einfach. Du kommst nicht um die Erfahrung herum. Alles andere ist eine Flucht vor dieser Botschaft und du zwingst die Botschaft dazu, sich irgendwann vehementer zu zeigen.

Wenn du denkst, die Botschaft war nicht eindeutig, dann kannst nur versuchen einen Schritt zu wagen in eine Richtung, die sich richtig anfühlt(!) oder du wartest darauf, dass sich die Botschaft erneut zeigt.

Aber wie gesagt; früher oder später wirst du einen Schritt wagen müssen. Oder die Emotion wird dich irgendwann dazu zwingen.

Es gibt auch noch nach der Emotion weitere Steigerungen. Ganz nach dem Prinzip der Heldenreise. In Peter Maiers Büchern zur Heldenreise und Initiation, wird oft ein Unfall oder eben eine Krankheit als weitere Steigerung genannt, da man dann ans Bett "gefesselt" endlich Zeit "gefunden" hat, über alles "nachzudenken"...


Schreibt mir sonst gerne eure Erlebnisse dazu und wir können diese diskutieren. Auf Instagram, Facebook oder am besten direkt auf Soulciety.

Dort können wir das Anliegen tiefer diskutieren und du bekommst noch mehr Inputs in diese Richtung, falls du dich dafür interessierst.


Feinfühlige Grüsse
Silvan
 

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