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Ehrlich währt am Längsten


Mein Vater hatte dazumal viele Sprichwörter verwendet, um uns ein paar Lektionen im Leben zu lehren und womit wir uns konfrontiert sehen werden. Einige davon waren wirklich wertvoll, wenn ich nur dazumal schon verstanden hätte, was sie wirklich bedeuten. Nun, alles kommt zu seiner Zeit.

«Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.»

Ein Sprichwort, welches ich noch nicht mal allzu ernst nahm. Zum Glück!
Viel zu eigen war ich in meinem Denken.
Aber auch heute halte ich diese Doktrin immernoch als nichtig.
Sogar Neurologen, Hirnforscher bestätigen, dass man auch im hohen Alter immernoch
verhältnismässig viel mehr imstande ist zu lernen, als man im Volksmund sagt.
Klar ist man nicht mehr mit der gleichen Frische am Werk, wie als Kind.
Aber die „Grundregeln des Lernens“ sind auch hier immernoch gültig.

  • Interessiert es mich?
  • Hab ich Freude daran?
  • Sehe ich einen Nutzen darin?
  • Kenne ich die für mich richtige Methode?

  • usw.

    Wenn jemand gewillt ist etwas zu lernen und dies aus tiefem Interesse und Freude angeht,
    dann wird man todsicher bis ins hohe Alter noch alles Mögliche lernen können.
    Das wurde auch mehrmals durch verschiedenste Menschen lebhaft bewiesen.


     
     
     
     
    «Ehrlich währt am längsten.»

    Auf den ersten Blick ist klar was gemeint ist.
    Man soll ehrlich zu anderen sein, damit diese Menschen auch ehrlich sind zu dir.
    Das ganz einfache „Gesetz“ der Reziprozität.
    Was du mir (zu Liebe) tust, bin ich auch gewillt dir (zu Liebe) zu tun.

    Heisst; wenn ich als erstes ein kritisches Erlebnis aus meinem Leben anspreche, dann wird mein Gegenüber nachher das Gefühl haben,
    sie/er „schulde“ mir nun eine ähnliche Geschichte oder Antwort, damit das „Gleichgewicht“ wiederhergestellt ist.
    Achtet euch mal darauf und probiert es aus.
    Es ist praktisch ein erwiesener „Fakt“.

    Was ich aber dazumal nicht gewusst habe und was meiner Ansicht nach sogar noch wichtiger ist;
    Ist vorallem ehrlich zu sich Selbst zu sein.

    Diese beiden Dinge scheinen so einfach und sind doch so schwer.
    In wirklich jedem Moment ehrlich zu sich und anderen zu sein.
    Lange fiel mir das sehr schwer und auch verstehen zu können warum.

    Es braucht viel Mut sich in jedem Moment für Ehrlichkeit zu entscheiden,
    und wer diesen Weg geht, wird dies auch zu spüren bekommen.
    Erst fühlt es sich so fremd an, dass man das Gefühl hat alles falsch zu machen.
    Weil man plötzlich an so vielen Orten „anstösst“.

    Aber das Wunderbare gibt sich erst nach einer Weile zu erkennen.
    Man erlebt je länger je mehr nur noch Situationen, die einen wirklich und ehrlich gut tun.
    Alles andere hat man indirekt „vertrieben“.

    „Man hat seinem Garten beigebracht sich selbst zu jäten.“

    Vielleicht wird man noch ein wenig traurig sein, dass man Menschen und Situationen hinter sich lassen musste.
    Aber schlussendlich wird man durch Selbstreflektion auch einsehen, dass sie schlicht nicht zu deinem Weg gehört haben.
    Warum also an etwas festhalten, was nicht zu dir gehört?

    Das ist, wie wenn ich von meinen Eltern auferlegt bekommen hätte,
    dass ich Geige spielen sollte, aber eigentlich hasse ich es Geige zu spielen.
    Wie lange macht man dann diese Tortur mit, bis man sich das eingesteht,
    und es dann auch noch den Eltern zu sagen vermag und endlich davon loslassen kann?

    Was dann der zweite Schritt sein wird, ist es herauszufinden, was denn nun wirklich zu mir gehört.
    Falls man in seinem Leben kaum noch etwas findet, das diesen Ausdruck oder Titel noch verdient,
    dann muss man auf die Suche gehen.
    Aber auch da, wenn man von Moment zu Moment ehrlich mit sich selbst ist, wird man auf jeden Fall etwas finden,
    dass sich richtig nach etwas anfühlt.

    Wenn man das ganze Unkraut aus dem Garten entfernt hat,
    stehen auch nicht sofort die früchtetragenden Bäume da, wie von Geisterhand.
    Es braucht Zeit bis sich andere Pflanzen ihren Raum holen und weiter wachsen,
    oder sogar neue Samen beginnen zu keimen und zu gedeihen.
    Und bis man dann die Früchte sieht und ernten kann,
    darf man sich ruhig auch mal zurücklehnen, geniessen und staunen.

    Solange man den Garten immer wieder mal nach Unkraut absucht und vielleicht mal trotzdem wieder selbst jätet.



    Blühende Wünsche
    Silvan
     

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