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Bewusstsein ist erst der Anfang

Ihr kennt das vielleicht: Man ist gerade ein Buch am lesen oder hat sich gerade ein Video reingezogen mit irgendwelchen Lebensweisheiten und hat eine plötzliche Einsicht.

Es fällt einem etwas an sich selbst auf, was man schon lange ändern wollte oder vielleicht auch eine komplett neue Erkenntnis über sich selbst. Ein altes Denkmuster oder sonstige “Schwäche”.

Dass man z.B. immer noch nicht gelernt hat, fremde Menschen anzusprechen so oft man das gerne möchte. Plötzlich ist einem das (wieder) bewusst geworden.

Und auch wenn einige Coaches, Lehrer oder Guru’s propagieren mögen, dass man sich die Dinge nur bewusst zu machen braucht, fühlt es sich oftmals nicht danach an, dass sich damit das Problem in Luft aufgelöst hätte.

Die Erkenntnis fühlt sich vielleicht erst einmal toll an, sodass man das Problem schon für gelöst halten könnte. Aber spätestens wenn wir wieder in die gleiche Situation geraten, zeigt sich, ob wir wirklich bereit sind diese Erkenntnis umzusetzen.

Und genau das meine ich, wenn ich sage “Bewusstsein ist erst der Anfang”. Wenn wir nachher unser Leben nicht danach ausrichten, dann wird das gewonnene Bewusstsein zwar schön und gut sein, aber noch keine Folge ausgelöst haben. Es ist noch nicht manifestiert worden, wenn man so will.

So oder so tun wir uns aber oft schwer mit der Umsetzung allgemeiner Ideen und Erkenntnisse. Das Tun ist nunmal schwieriger als das Ersinnen.

Mir ist bei der Lektüre von Joseph Campbell und anderen, die die Heldenreise untersucht haben, aufgefallen, dass dieses Phänomen in praktischer jeder Geschichte, ob antik oder modern, vorkommt!

Das einzige, was dabei anders läuft, ist, dass es der Protagonist bzw. Held TUT.


Aber mal von vorne:

In den Geschichten hört der Held oftmals in irgendeiner Form einen Ruf.

Das Königreich ist in Not. Der König ist krank. Das Leben fühlt sich leer an und der Held sich als Opfer der Umstände, seines Schicksals. Er fühlt sich eher machtlos als übermächtig.

Durch ein bestimmtes Ereignis wird der Held in ein fremdes Land gerufen oder hört von einer unlösbaren Aufgabe, die noch niemand bewältigen konnte, oder von einer gefangenen Prinzessin. Oder er wird vielleicht sogar direkt mit der neuen Kraft aus dem Nichts konfrontiert, wie das z.B. in “Spiderman” der Fall war. Der Spinnenbiss könnte man als “den Ruf” deuten.

Der Held ist oft sofort gewillt, dem Ruf zu folgen, da er das Abenteuer wittert und sein altes Leben leid ist.

Die zweite Variante, welche wir weniger sehen in Filmen, ist, dass der Held sich weigert dem Ruf zu folgen oder ihm nicht allzu viel Wert beimisst.

Ihr merkt; unser Problem liegt eher bei der zweiten Variante!

Was dann passiert, sollte uns eigentlich immer im Hinterkopf bleiben:

Der Held (oder Heldin) kann seinem Schicksal nicht entkommen und wird so lange mit dem Ruf und der bevorstehenden Reise konfrontiert, bis er sich “freiwillig” dafür entscheidet.
 
 
Auch wir erleben unsere (grossen) Probleme oftmals in Endlosschlaufe und wundern uns, warum dem so ist und warum sich nichts (von selbst) ändert, obwohl wir uns doch dem Problem bewusst geworden sind!

Wie schon erwähnt, liegt meiner Ansicht nach die Krux im Tun.

Wenn wir nicht bereit sind, wie der Held in den Geschichten, früher oder später das traute Heim zu verlassen und loszugehen in die unbekannten Gefilde, dann wird sich wahrscheinlich kaum etwas ändern.

Vielleicht ist man auch von den Dimensionen des Problems überwältigt oder ratlos, da es sich einfach “zu gross” anfühlt. “Da komm ich doch eh nie raus...” könnte es von Innen tönen.

Dabei vergessen wir, dass an dieser Stelle das Tun” wahrscheinlich wichtiger ist, als das “wie tue ich das?”.

Es ist also besser einfach “irgendetwas” zu tun, das eine scheinbare Lösung darstellt, als einfach ewig auf bessere Zeiten oder eine “perfekte Lösung” zu warten.

Lieber ein Schritt vor und einer zurück, als gar keinen getan zu haben. Denn der eine Schritt vor zeigte mindestens schonmal einen Weg, wie es nicht geht und man kann diesen auf der Liste abhaken. Wenn man aber immer nur mögliche Lösungen aufschreibt und nicht ausprobiert, wird die Liste elendiglich lang und man hat erst recht das Gefühl, dass das Problem unüberwindbar ist.

Die Japaner haben hier eine wundervolle Taktik entwickelt.

Sie nennen es “Kai Zen” und macht genau das zum Thema.

Man macht etwas Neues jeden Tag mind. 1x. Auch wenn es nur 1 Minute ist!

Der Zweck davon ist, dass sich das Neue als Gewohnheit einstellt und damit immer erreichbarer erscheint, bis man es effektiv erreicht hat.

Dies kann auch nur mal ein Telefonat mit einer Abklärung sein für eine “unmögliche Arbeitsstelle”. Wer weiss, irgendwann wird man vielleicht, gerade weil man keine Ausbildung dafür hat, genommen.

Wie gesagt; das Losgehen ist wichtiger, als zu wissen, wohin die Reise geht.

Schliesslich bekommt der Held am Ende immer die Prinzessin... ;)

Ich wünsche euch viele mutige Pionierschrittchen!

Silvan
 

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